noch mal Statistik: Frauenquote

Anna Nyma
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noch mal Statistik: Frauenquote

Beitrag von Anna Nyma » Mo 13.Mär 2006, 20:01

Nicht immer ist ganz eindeutig zu bestimmen, ob sich in unserer Mitgliederliste hinter dem Nickname ein Gitarrist oder eine Gitarristin verbirgt. Ich hab’s trotzdem mal versucht nachzuzählen: von den derzeit 310 Mitgliedern im Forum sind nur reichlich 10% Gitarristinnen. Selbst wenn man von den nicht zuordnungsfähigen Namen in etwa den gleichen Anteil addiert, kommt man auf aller- allerhöchstens 15%.

:?: Spiegelt das die Wirklichkeit da draußen? Für den Spitzenbereich wohl schon. Welche Erfahrungen haben Gitarrenlehrer bei den Anfängern? Wie sieht es in anderen Foren aus? Instrument- typisch? Oder spielt eine geschlechtsspezifische Ablehnung gegen diese Art Kommunikationsform eine Rolle?
Was ist davon nur zu halten? :reflechir: Gespannt auf jeden noch so hypothetischen Erklärungsversuch:
Anna

Intro
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Beitrag von Intro » Mo 13.Mär 2006, 20:29

Hallo Anna,
ist ja sehr interessant, was für Dinge da auffallen.

Ich spiele machmal zusammen mit einem ehemaligen Musiklehrer in so einer losen Gruppe Gitarre. Da ist es tatsächlich auch so das auf ca. 10 Burschen nur max. 2 Mädchen mitspielen.

Und die Schüler bei diesem Lehrer sind ähnlich gemischt.

Frag mich aber bitte nicht warum.

Herzlichen Gruß in das verschneite Bayern.
Walter G.
Walter, Münchner, spielt gerne Gitarre

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Mo 13.Mär 2006, 20:44

Hallo Anna Nyma,

die geschlechtsspezifische Verteilung ist wohl repräsentant für unser Instrument. Bei der E-Gitarren-Fraktion dürfte die Quote ja noch drastischer ausfallen, womöglich strahlt dieses Klischee hier auch auf die klassische Seite herüber. Keine Ahnung, ob es eine plausible Erklärung dafür gibt. Trotzdem ist und bleibt es eine Quote, es bedeutet höchstens, dass es schwierig werden dürfte, ein Gitarristinnenquartett zu bilden ...

sagt der Gustaw, der mit der genialen Duopartnerin! :bye:

hein blöd
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Beitrag von hein blöd » Mo 13.Mär 2006, 21:36

Guten Abend Anna Nyma,

ein guter aber nicht neuer Gedanke. Leider!

Mich würden dazu aber eher und mehr die Meinungen der in diesem Falle
fraulich seelenverwandteren interessieren.

Ich hoffe sehr, wir hören von ihnen!

MlG

Hein

es335
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Beitrag von es335 » Mo 13.Mär 2006, 21:45

Da scheine ich wohl in einer Ausnahmeregion zu leben. In sporadischen Gitarrenworkshops war die weibliche Welt zwar stets so unterrepräsentiert wie es hier erscheint. Aber in allen festen Ensembles waren es immer wenigstens (!) 50% und aktuell bin ich bei einem m/w-Verhältnis von 1 zu 6 der krasse "Außenseiter"! :wink:

Gruß es335
Sakurai-Kohno PR-JS
Alhambra 10c

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Mo 13.Mär 2006, 22:04

Hallo Anna,

ich glaub, dass die Quote im Forum auch ungefähr den Anteil der weibichen klassichen Gitarristinnen in der realen Welt wiederspiegelt. Vielleicht hat das damit zu tun, dass viele Klassikgitarristen ursprünglich mal aus der Rockmusik kamen (da gehör ich auch zu). Da ist der Anteil an Frauen (mal von den Sängerinen abgesehen) auch verschwindend gering.

Gruß
Zorolowski

Bernhard
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Beitrag von Bernhard » Mo 13.Mär 2006, 22:11

Hi ananyma!

..vielleicht sind die Frauen ja auch anonymus als maskuline Mitglieder hier vorhanden?
Wer kann das schon wissen?

vG Bernhard(a)

Nitsuga70
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Beitrag von Nitsuga70 » Mo 13.Mär 2006, 22:59

Hallo Anna!

Das ist eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe.
Meine Studienzeit hat genau das bestätigt. Von etwa 15 Studenten m. d. Fachricht. Gitarre waren leider nur 2 weiblich.

Ein Grund dafür mag wohl sein, dass die meisten die Gitarre eher als Rock-, Popmusik-Begleitinstrument betrachten denn als typisch klassisch.
Ein weiterer liegt vielleicht in der (altmodischen) Erziehung der Kinder: Mädchen haben, wenn sie ein Instrument lernen wollen, Flöte oder Geige evt. noch Klavier zu spielen. Die Gitarre kommt dabei vielen gar nicht in den Sinn.
Hinzu mag noch kommen, dass man zum Gitarrespielen doch eine gewisse Fingerkraft benötigt, besonders beim Barrée-Spiel und bei Instrumenten mit höherer Saitenlage, was sich einige Frauen evt. nicht zutrauen.

Irgendjemand hatte mal, die wohl eher scherzhaft gemeinte, Vermutung geäußert, dass die typisch weiblichen Rundungen der Gitarre wohl eher die männlichen Zeitgenossen anlockt. :wink:

Naja, auf jeden Fall finde ich es schade, dass die Frauenquote so niedrig ausfällt. Habe schon so viele gute Gitarristinnen gehört; denke dabei z. B. an Luise Walker oder Sonja Prunnbauer.

Wünsche allen noch eine schöne Woche.

:)
Gruß
Frank B.

jahro
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Beitrag von jahro » Mo 13.Mär 2006, 23:00

Hallo Anna Nyma,

interessante Frage. Vielleicht liegt es wirklich an dieser Art der
Kommunikation. Oder die Argumente von Bernhard (Name ist nicht zuorndenbar) bzw. Zorolowski (ehemalige Rocker ;-)).
Schwer zu sagen.

Vielleicht ändert sich ja die Quote noch in Zukunft.
Mir fällt eigendlich kein vernünftiger Grund für das fehlen
von Frauen im Forum ein.

Also bis dann
jahro

sebastian
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Beitrag von sebastian » Di 14.Mär 2006, 0:30

Vielleicht gibt es wirklich typische Männer- und auch typische Fraueninstrumente!?

In den drei Blockflötengruppen, in denen ich spiele, sind fast nur Frauen, während die Gitarre spielenden Menschen, mit denen ich zu tun habe, fast alle Männer sind. Es gibt aber auch Ausnahmen, die ich zum Thema eines eigenen Threads machen will.
Beim Klavier dominieren wiederum dominieren wieder die Frauen.
Interessant ist für mich die Frage nach den Gründen für diese Verteilung, da sind vermutlich der Spekulation Tür und Tor geöffnet, oder? :)

coolman
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Beitrag von coolman » Di 14.Mär 2006, 16:03

Hallo Gustaw!
Gustaw hat geschrieben:Hallo Anna Nyma,

die geschlechtsspezifische Verteilung ist wohl repräsentant für unser Instrument. Bei der E-Gitarren-Fraktion dürfte die Quote ja noch drastischer ausfallen, womöglich strahlt dieses Klischee hier auch auf die klassische Seite herüber. Keine Ahnung, ob es eine plausible Erklärung dafür gibt. Trotzdem ist und bleibt es eine Quote, es bedeutet höchstens, dass es schwierig werden dürfte, ein Gitarristinnenquartett zu bilden ...

sagt der Gustaw, der mit der genialen Duopartnerin! :bye:
Na, da lobe ich mir das Gitarreensemble Graz, da stehts 22:0 für die Damen ;-)

lg
coolman 8)
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sebastian
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Beitrag von sebastian » Di 14.Mär 2006, 17:46

Für alle, die wie ich nun neugierig geworden sind, was es mit dem Gitarrenensemble Graz auf sich hat:

www.geg.at

Schnecke
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Beitrag von Schnecke » Do 16.Mär 2006, 12:16

Hallo Anna,

Meine Feststellung ist, dass der Klang der Konzertgitarre besonders gut bei Frauen ankommt. Ich kenne viele Frauen, die dieses Instrument lieben, und eigentlich auch spielen möchten, aber durch tausend Dinge davon abgehalten werden. Die Durchhaltequote ist bei Frauen eher geringer (nach meiner Erfahrung nach). Sehr häufig scheitert es an der Zeit für das Üben.

Ich kenne diese Probleme nur allzugut: wenn ich nicht übe, habe ich ein schlechtes Gewissen, und wenn ich übe, habe ich erst recht ein schlechtes Gewissen: eigentlich sind immer tausend andere Sachen (Kinder, Haushalt, Garten, Job, Mann, Eltern, Haustiere, ehrenamtliche Aufgaben ect, ect, ect....) die wichtiger.
Nichtzumübenkommen tut weh. Da hängt man das Ding am Besten gleich ganz an den Nagel. Auch das tut wieder weh. Dann fängt man wieder an. Und irgenwie vergeht der Frust nie. :(

Bei den Männern sieht es da meist etwas einfacher aus: Job - und dann Feierabend = Gitarre üben!

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Do 16.Mär 2006, 13:45

Hallo Schnecke,

ist auch eine Sache der Selbstdisziplin. Nicht alle Männer haben nach dem Job dirket Feierabend, sondern beteiligen sich auch an der Hausarbeit. Zumindest mache ich es und komme trotzdem fast jeden Tag dazu an die zwei Stunden zu üben (OK, die Kinder sind mittlerweile groß, das bringt einiges an Zeit, die man für die Musik zr Verfügung hat).

Gruß
Zorolowski

Schnecke
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Beitrag von Schnecke » Do 16.Mär 2006, 16:11

Hallo Zoro,

da hast Du recht. Ohne Disziplin läuft nichts! Das ist auch der Grund, warum ich noch dabei bin. Ich spiele am frühen Morgen, und das lasse ich mir auch nur selten nehmen, wenn zB. ein Termin es verhindert. Nur klappt es oft nicht mit dem zeitigen Schlafengehen, da ich noch einen andern Job habe. Und da kann`s vorkommen, dass ich morgens hundemüde bin.

Alle Achtung, da bist Du ja eine gute Partie, wenn du dich am Haushalt beteiligst!

Frauen, die es wirklich wollen, schaffen es ja auch. Aber es sind wenige.
So, und jetzt geh ich üben! Mitten am Tag!!