noch mal Statistik: Frauenquote

Anna Nyma
Beiträge: 150
Registriert: Sa 19.Nov 2005, 19:26
Wohnort: der Bayerische Wald...

Beitrag von Anna Nyma » Di 21.Mär 2006, 11:30

Zeit für’s erste (?) Resüme:
Gustaw mit der kongenialen Duopartnerin hat geschrieben:Keine Ahnung, ob es eine plausible Erklärung dafür gibt. …, es bedeutet höchstens, dass es schwierig werden dürfte, ein Gitarristinnenquartett zu bilden ...
Coolmans 22:0 dürfte schwer zu überbieten sein!
Aber auch, wenn hier mit Gitarrissima! noch ein 5: 0 anzuführen wäre, hat Gustaw eigentlich trotzdem recht: ein Quartett ist das auch nicht... :wink:
Hein hat geschrieben:Mich würden dazu aber eher und mehr die Meinungen der in diesem Falle fraulich seelenverwandteren interessieren. Ich hoffe sehr, wir hören von ihnen!
Dito!!
Hab’ fest auf wenigstens eine Wortmeldung gezählt… Danke, Moni! :bye:
Insgesamt scheint aber das Verhältnis der Beitragsautoren hier exakt das gleiche Bild abzugeben: 10: 1 -zumindest, wenn man Bernhard die Bernhardette nicht abnimmt…
die Fraktion der Ensembleerfahrenen hat geschrieben:es335: … in allen festen Ensembles waren es immer wenigstens (!) 50% und aktuell bin ich bei einem m/w-Verhältnis von 1 zu 6 der krasse "Außenseiter"!
Intro: Da ist es tatsächlich auch so das auf ca. 10 Burschen nur max. 2 Mädchen mitspielen
Sehr widersprüchlich! Teile eher es335- Erfahrungen.
Zorolowski auf dem Weg vom Rock zum Barock hat geschrieben:Vielleicht hat das damit zu tun, dass viele Klassikgitarristen ursprünglich mal aus der Rockmusik kamen
Denen bin ich erst hier begegnet! Dafür gleich in großer Menge. Habe ich bisher nicht als typische Klassikgitarristenbiografie angesehen?
Nitsuga, dem es leid tut, nur 2 Gitarristinnen unter den Mitstudenten gehabt zu haben, hat geschrieben:Irgendjemand hatte mal, die wohl eher scherzhaft gemeinte, Vermutung geäußert, dass die typisch weiblichen Rundungen der Gitarre wohl eher die männlichen Zeitgenossen anlockt.
Wird unkommentiert & fragend zur Diskussion an die Übermacht weitergereicht.
Frank, der die niedrige Frauenquote bedauert, hat geschrieben:Habe schon so viele gute Gitarristinnen gehört; denke dabei z. B. an Luise Walker oder Sonja Prunnbauer
Vielleicht fallen uns noch ein paar mehr ein? Emilia Giuliani- Giulielmi, Ida Presti, …
Hat zufällig jemand “The Classical Guitar: Its Evolution, Players and Personalities Since 1800” von Maurice Summerfield ISBN: 1872639461 griffbereit? Wie sieht’s da aus?
Schnecke, die es schafft, weil sie es wirklich will, hat geschrieben:wenn ich nicht übe, habe ich ein schlechtes Gewissen, und wenn ich übe, habe ich erst recht ein schlechtes Gewissen
:ouioui: Vielleicht ist das des Pudels Kern? Allerdings macht das die Frage erst richtig spannend: wieso können sich Pianistinnen, Sängerinnen, Flötistinnen usw. – von denen es ja etliche mehr geben soll- eher über diesen Gewissenkonflikt hinweg setzen??
Fragt sich- und Euch-
Anna Nyma
- oder vielleicht doch Arno Nymus? Wer weiß… :
Bernhard(a) hat geschrieben:…vielleicht sind die Frauen ja auch anonymus als maskuline Mitglieder hier vorhanden? Wer kann das schon wissen?

lautenist
Beiträge: 252
Registriert: Mo 14.Nov 2005, 17:39
Wohnort: CH-Aadorf

Beitrag von lautenist » Do 30.Mär 2006, 0:40

:?:
Sind wir männlichen Gitarristen/Lautenisten oder was auch immer also allesamt Chauvis und unser ganzes Bestreben zielt nur darauf, die potentiellen Gitarristinnen zu unterdrücken oder gar davon abzuhalten, sich der musica zu widmen?
:?: :?: :?: :?:

Ein erstaunter Lautenist, der dachte, er spielt, um Musik zu machen, und nicht, um irgendwen, welcher Rasse, Geschlechts, Religion oder was auch immer zu unterdrücken

zorolowski
Beiträge: 204
Registriert: Mi 12.Okt 2005, 22:03
Wohnort: Heiligenhaus

Beitrag von zorolowski » Do 30.Mär 2006, 7:47

Hi Knasterbax,

im allgemeinen halten wir es in diesem Forum so, dass sich die neuen Mitglieder erst einmal in dier Rubrik Vorstellung der Mitglieder : Sie sind dran vorstellen.
Knasterbax hat geschrieben:die Leugnung ist übrigens ein wesentliches Merkmal jeder Unterdrückung...
D. h., die Beteuerung des Lautenisten, er macht Musik in erster Linie um der Musik willen, beweist, dass er eine Neigung dazu hat, Gitarristinnen zu unterdrücken?
:shock:

Gruß
Zorolowski

lautenist
Beiträge: 252
Registriert: Mo 14.Nov 2005, 17:39
Wohnort: CH-Aadorf

Beitrag von lautenist » Do 30.Mär 2006, 9:26

zorolowski hat geschrieben:D. h., die Beteuerung des Lautenisten, er macht Musik in erster Linie um der Musik willen, beweist, dass er eine Neigung dazu hat, Gitarristinnen zu unterdrücken?
:shock:
Klaro doch! 8)
Ich habe den ganzen Tag nichts besseres zu tun, als den Chauvi in mir auszuleben, Frauen auszuschliessen, zu unterdrücken und das ganze natürlich auch noch zu leugnen (warum soll das eigentlich ein Merkmal der Unterdrückung sein?). Ich bin (wie ja alle Musizierenden Männer) von aufgeklärten Gitaristinnen deshalb gefürchtet :D
Warscheinlich habe ich ausschliesslich deshalb unterrichtet, um mir meine Überlegenheitsfantasien selbst zu bestätigen und das auch noch an den armen, wehrlosen Geschöpfen, die mir von verantwortungslosen Eltern ausgeliefert wurden :?
Ich glaube, meine gewesenen Schülerinnen (und die ganzen Partnerinnen in Ensembles) werden das sicher bestätigen. :P

Der Lautenist

jahro
Beiträge: 542
Registriert: Do 01.Dez 2005, 13:05

Beitrag von jahro » Do 30.Mär 2006, 12:00

Hallo Zusammen,

anscheinend läuft der Beitrag von Anna Nyma in eine falsche Richtung.
Es wir ein Politikum daraus veranstaltet.
Geschlechterkampf usw.

Das es so etwas gibt ist ausser Frage und meiner Meinung nach auch
sehr traurig.

Aber, wir sind hier ein Forum der klassischen Gitarre und
eine unserer Regeln besagt, dass hier keine politischen Beiträge gepostet werden sollen.

Und in diese Richtung wird die Diskussion leider geführt.

Lieber @knasterbax schön, dass Du zu uns gefunden hast.
Das Du eine eigene Sichtweise der Dinge hast, konnte man (und Frau) jetzt in deinem Beitrag lesen.
Bitte belass es dabei.

Vielleicht stellst Du Dich auch mal kurz vor, damit wir dich besser
kennenlernen.

Ein hitziger Einstand war es ja. Du bist neu hier und kennst vielleicht die
Regeln noch nicht so gut.
Also lies dir die entsprechenden Stellen bitte mal durch.

So und nun hoffe ich, dass dieser Thread wieder mit Beiträgen, welche das ursprüngliche Thema behandeln, bereichert wird.

Viele Grüsse
jahro
Zuletzt geändert von jahro am Do 30.Mär 2006, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.

Anna Nyma
Beiträge: 150
Registriert: Sa 19.Nov 2005, 19:26
Wohnort: der Bayerische Wald...

Beitrag von Anna Nyma » Do 30.Mär 2006, 12:11

Hallo, Knasterbax,

ich würde es wirklich gut finden, wenn Du dazu beitragen könntest, dieses Forum zu einem vorbildlichen Musterbeispiel des gleichberechtigten Miteinanders zu gestalten, etwas, was vor dem Fakt, dass hier ein zunehmend internationaler Treffpunkt musikbegeisterter GitarristInnen mit Ambitionen zu lernen und Erfahrungen zu teilen entsteht, alles weitere in den Hintergrund treten lässt.
Lass uns ein bisschen mehr über Dich und Dein spezielles Verhältnis zum Instrument wissen- das wäre ein schöner Anfang!
Das Thema war ursprünglich auf einen halb ernsthaften, halb augenzwinkernden Versuch ausgerichtet, Gedanken zu möglichen Gründen für eine Tatsache zu hinterfragen und nicht auf einen Angriff!

Sich nicht besonders diskriminiert fühlend grüßt Anna

cornwallfan
Beiträge: 316
Registriert: So 09.Okt 2005, 0:31
Wohnort: 42781 Haan /Rhld.

Beitrag von cornwallfan » Do 30.Mär 2006, 12:18

Anna Nyma hat geschrieben: Sich nicht besonders diskriminiert fühlend grüßt Anna
.....nicht wenigstens ein kleines bißchen? :cry:

Verzweifelt ein dilettierender
Nachwuchs-Chauvi* 8)

PS: *der natürlich anonym bleiben möchte :wink:

Guitarlover
Beiträge: 13
Registriert: Do 30.Mär 2006, 11:15

Beitrag von Guitarlover » Do 30.Mär 2006, 12:21


Mehr Frauen im Forum, fände ich auch gut
:wink:
Zuletzt geändert von Guitarlover am Sa 01.Apr 2006, 0:10, insgesamt 2-mal geändert.

lautenist
Beiträge: 252
Registriert: Mo 14.Nov 2005, 17:39
Wohnort: CH-Aadorf

Beitrag von lautenist » Do 30.Mär 2006, 14:04

wie kommt es nur, dass mich das ganze an meine Schulzeit erinnert? :roll:
Mal an die 7.Klasse (aber heute soll die Pubertät ja früher einsetzen) , mal eher an die Oberstufe (ich war dort zu Zeiten von Startbahn West und Nachrüstungsdebatte) ...

ein sich sehr jung fühlender
Lautenist :guitare:

Bernhard
Beiträge: 164
Registriert: Di 03.Jan 2006, 11:21
Wohnort: Saarland/Kreis Saarlouis

Beitrag von Bernhard » Do 30.Mär 2006, 16:40

...ich glaub, die meisten Frauen sind einfach viel zu sehr mit Gitarrespielen beschäftigt, als sich am Computer mit sowas zu beschäftigen.... :wink:
vG Bernhard

knasterbax

Re: noch mal Statistik: Frauenquote

Beitrag von knasterbax » Do 30.Mär 2006, 21:28

Anna Nyma hat geschrieben:Nicht immer ist ganz eindeutig zu bestimmen, ob sich in unserer Mitgliederliste hinter dem Nickname ein Gitarrist oder eine Gitarristin verbirgt. Ich hab’s trotzdem mal versucht nachzuzählen: von den derzeit 310 Mitgliedern im Forum sind nur reichlich 10% Gitarristinnen. Selbst wenn man von den nicht zuordnungsfähigen Namen in etwa den gleichen Anteil addiert, kommt man auf aller- allerhöchstens 15%.

Wie sieht es in anderen Foren aus? Instrument- typisch? Oder spielt eine geschlechtsspezifische Ablehnung gegen diese Art Kommunikationsform eine Rolle?
Was ist davon nur zu halten? :reflechir: Gespannt auf jeden noch so hypothetischen Erklärungsversuch:
Anna
:kap: Sorry ,
Anna Nyma schreibt ja vom Forum und nicht von der Musikercommunity.
@Anna:
Wenn Du wissen willst , warum weniger Frauen im Forum sind , müßtest Du die fragen , die nicht dabei sind , oder ? :serenade:

Und selbstverständlich werden Musikerinnen nicht diskriminiert .
Die Sozialwissenschaftliche Forschung und ich haben sich geirrt .
Wenn nur etwa zwei Prozent Instrumentalistinnen auf den Bühnen stehen , liegt es nur an den Frauen und ist vollkommen akzeptabel . :mouton:
Und das gehört auch nicht in einem Musikerforum thematisiert .

:desole: :pace: :desole: :pace: :desole: :pace: :desole:
MfG
knasterbax :pirate:
Zuletzt geändert von knasterbax am Do 30.Mär 2006, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.

Intro
Beiträge: 93
Registriert: Mi 08.Jun 2005, 9:33
Wohnort: München

Beitrag von Intro » Fr 31.Mär 2006, 16:53

Liebe Forumisten,

die Anna würde sich über Erklärungsversuche freuen.
Dann will ich mal ganz froh und munter berichten was mir so alles aufgefallen ist.

Als mein ehemaliger Lehrer meiner Volksschule (Heute Hauptschule) anbot Schülern außerhalb der Schulzeit Musikunterricht zu erteilen meldeten sich von etwa 50 Mädchen und 50 Jungen genau 5 Jungen die Gitarre lernen wollten. 0 Mädchen. Heute spiele nur ich noch Gitarre von diesen 5. (Nur so nebenbei).

Mädchen lernten auch Musikinstrumente aber das waren die Melodika und die berühmte Blockflöte.

Einzelne Kinder lernten Klavier. Allerdings war auf dem Lande da die Finanzsituation der Eltern entscheidend. Die Tochter des Leheres, der Sohn des Bürgermeisters, usw…..
Also spielt meines Erachtens das (wie es so schön heißt) Sozioökologische Umfeld eine entscheidende Rolle welches Instrument ein Kind erlernen kann. Außer dem Talent, Erziehung und dergleichen die Einfluss auf die musikalische Entwicklung einer Person nehmen können und werden.

Nun kommt eine Sache ins Spiel, die man nicht übersehen darf.
Ein Klavier mitzunehmen ist für einen normalen Menschen schier unmöglich. Also bietet sich für jemanden der Klavier lernen möchte nur an ein Klavier zu Hause zu haben. Wenn das nicht geht aus den erwähnten Gründen dann bleibt bei ungebrochenem Willen Musik zu spielen nur ein anderes Instrument.

Wenn man sich mit den Persönlichkeiten von Jungen und Mädchen beschäftigt, dann merkt man schnell,
das Mädchen es eher nicht schicklich finden mit einem ganzen Koffer voll Instrument rum zulaufen und darum eher geneigt sind auf leichter tragbare Instrumente umzusteigen. Was ein Erklärungsversuch von mir ist warum Mädchen eher nicht Gitarre lernen möchten. Wobei ich weiß, das sie es genauso gut lernen könnten wie die Burschen.

Allerdings sehe ich genauso Ausnahmen wie es halt bei vielen Dingen Ausnahmen gibt. So kenne ich eine Cellistin die mit Wonne Ihr Instrument von Konzert zu Konzert schleppt.

Warum es nun im Forum nach scheinbar gut geschätzten Angaben mehr Männer als Frauen zu geben scheint, hängt natürlich auch wieder von vielen Faktoren ab.

Einmal denke ich ist das Rollenverständnis von Mann und Frau mit ein Grund. Die Frau und Mutter ist eher geneigt ihrer Rolle als Mitverdienerin, als Ehefrau, als Erzieherin der Kinder und natürlich als die Person zu sehen, die im Haushalt alles in Ordnung hält, zu erfüllen.

Wenn sie dann noch die Intension hat ein Instrument zu spielen, dann ist das ja schon eine super Leistung.

Wenn sie dann noch die Zeit hat sich im Forum zu betätigen weil sie ja sonst nichts anderes zu tun hat, dann Respekt.

Das Frauen im allgemeinen Diskriminiert werden lässt sch schon Aufgrund der Tatsache sehen, dass sie oft für die gleiche Arbeit weniger bekommen (verdienen) wie ein Mann.

Aber wie das im Musikalischen sein soll das kann ich mir nicht vorstellen. Also im Forum selbst kann ich beobachten das die Frauen sehr höflich , und zuvorkommend behandelt werden. Zumindest bei denen, die es offen zugeben das sie weiblich sind.
Und einige spielen erheblich besser Gitarre als sich. Hut ab!
Und trotzdem kann ich von denen was lernen. Ist das nicht schön?

Ich hoffe damit niemanden auf die Zehen getreten zu haben, wenn doch bitte ich schon jetzt um Entschuldigung.
War nur ein Versuch die Frage von Anna zu beleuchten. Halt aus meiner Sicht. Wenn das andere so ähnlich sehen oder auch nur in Teilen dann bin ich schon froh.

Und sollte es noch weiblich Personen geben die sich halt einfach nicht trauen was beizutragen, dann sind sie hiermit aufgefordert ihre Scheu über Bord zu werfen.

Hoffentlich werde ich nicht wegen der Länge des Berichts vom Admin abgemahnt.

Herzliche Grüße von einem auch musikalischen Gitarristen.
Walter G.
Walter, Münchner, spielt gerne Gitarre

Tobias
Beiträge: 69
Registriert: Sa 07.Jan 2006, 19:11
Wohnort: Neckarsulm

Beitrag von Tobias » Fr 31.Mär 2006, 20:46

Hallo,

bis ich zu diesem Thema gestossen bin, ist mir gar nicht aufgefallen, wievielen männlichen oder weiblichen Wesen ich hier antworte bzw. wieviele mir antworten.
Allerdings hatte ich mir auch keine Gedanken darüber machen müssen, als einer zu der Überzahl gehörenden.
Bei mir fing das Gitarre spielen auch so an. Wir waren eine Gruppe von zwei Burschen und zwei Madeln, und unterrichtet hat mich noch dazu eine Gitarrenlehrerin.
Das ist eine Frauenquote, was?! :okok:
Gruß Tobias
Gitarre: Paulino Bernabe - Estudio E-6
Die Sprache der Musik kennt keine Grenzen.