Euer Lieblingsgitarrist in der Klassik

Joachim
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Beitrag von Joachim » Di 21.Mär 2006, 9:36

Hmmm,

David Russell (der Beste Mix aus Technik und Gefühl),
Alirio Diaz (der Gefühlvollste),
N. Yepes (er war damals der Erste, den ich bewusst wahrgenommen habe),
John Williams (der Beste Techniker),
..
E. Finkelstein (spielt tolle Russische Kompositionen)

Ich bin aber sicher, dass es hier noch den einen oder anderen für mich Unbekannten gibt, der in die Charts vorpreschen würde, so ich Ihn kennte.

:wink:
Gruss
Joachim

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Di 21.Mär 2006, 11:11

Ich glaub nicht, dass Williams der beste Techniker ist.
Hast du dir schonmal seine Aufnahmen richtig angehört? Z.B. bach Präludium aus 1006... Lässt er halt an einer Stelle die Bässe weg, weils einfach kaum spielbar ist. Aber heutzutage muss man sowas halt können. Die ganzen Jungen Gitarristen sind meiner Meinung nach bessere Techniker als die alten...

Ach...hat schonmal jemand Pavel Steidel gehört? Der soll der absolute Knaller sein...`?
Gitarren:
- Hanika 59 PF
- Nicolaus Wollf - Fichte - Sandwich

Anna Nyma
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Beitrag von Anna Nyma » Di 21.Mär 2006, 11:48

Hallo, Schnecke,
wie immer bei dieser Art LIEBLINGS- Frage fällt es mir fruchtbar schwer, mich festzulegen: Panta rhei
Ein Konzert, eine CD kann mich für Stunden, Tage, Wochen, Monate umstimmen.
Es gibt Gitarristen, die man gern hört und welche, die wirklich beeinflussen.
Es gibt Lieblingsgitarristen im Forum.
Und immer wieder stoße ich auf Gitarristen, die man vermutlich eigentlich kennen müsste, denen ich aber noch nicht begegnet war und das Potential zu diesem Titel haben.
Wie soll man da auch nur ein paar Namen herauspicken?!

Da die meisten, die mir etwas bedeuten, schon genannt worden sind, möchte ich hier nur noch einen ergänzen. Ohne Carlo Marchione wäre ich vermutlich nicht hier: sein Konzert und die erste seiner CDs hatte den Ausschlag für die Entscheidung gegeben, sich ernsthaft auf den Weg zu machen, ein Wiedereinsteiger zu werden…
Anna

Joachim
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Beitrag von Joachim » Di 21.Mär 2006, 12:09

@Benjamin:

Vielleicht hast Du Recht.
Ich habe vielleicht nicht mehr den Überblick, aber seine CD Aufnahmen finde ich technisch schon super. Dann vielleicht technisch der Beste in meiner CD Sammlung :wink: . Ich lerne aber gerne Neues, wen hast Du den da in den Ohren?
Gruss
Joachim

Johannes
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Beitrag von Johannes » Di 21.Mär 2006, 14:08

Hallo!

Wenn Anna mir nicht gerade drei Stunden zuvorgekommen wäre, dann hätte ich die Liste gerne ergänzt: Carlo Marchione.
Der ist nicht nur supergut, sondern auch supernett, und mir ist bei einem Musiker nicht nur technische Brillianz und Vituosität wichtig, sondern auch die persönliche Ausstrahlung.

Da ich seit vielen Jahren Fan des Los Angeles Guitar Quartett bin, wollte ich nur mal darauf hinweisen, dass die Jungs auch solo ganz gut sind …

Viele Namen sind hier ja noch gar nicht genannt worden:
Wie wär´s mit David Tanenbaum oder auch Michael Langer?

Gruß
Johannes

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Di 21.Mär 2006, 15:29

@johannes: Jo der Tannenbaum is auch ganz gut. Den hab ich auch schon live gehört und auch sogar mit ihm zusammen gespielt. D.h. ich im Gitarrenirchester, er als Solist ;-)

@Joachim: Wen ich da so im Ohr hab? Bei Bach grad Russell oder wie ich finde...meine beste CD gerade ist ... Bach - Lute Works von Stephan Schmidt
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Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Di 21.Mär 2006, 21:19

Hallo Schnecke,

erst mal dickes Kompliment für die Umfrage, denn es ist schon clever, so etwas ohne vorgegebene Antworten durchzuführen, so entfällt die leidige Diskussion 'wo ist eigentlich ...?'

Jedenfalls nenne ich mal ganz subjektiv meine Favoriten, nicht etwa weil ich einen besonderen Überblick hätte, aber es sind diejenigen, die mein Gitarristenleben beeinflusst haben:

Manuel Barrueco (Super Albéniz-Interpret), Elliot Fisk (überzeugender Live-Auftritt) und Ricardo Havenstein (leistet Entwicklunghilfe). John Williams ist natürlich ein sehr prominenter Vertreter unserer Zunft, ohne ihn wäre die klassische Gitarre vielleicht etwas weniger populär (... wobei, ist sie das überhaupt?), aber zu meinen dicken Favoriten zähle ich ihn nicht, dann schon eher eine Gitarristin hier aus dem Forum, ich sag' aber nicht wer ...

Gustaw

aläx
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Beitrag von aläx » Di 21.Mär 2006, 22:20

Hallo Gitarristengemeinde

Ich denke mal da könnte man sich jahrelang darüber auslassen.
Ich versuche das mal wie Gustaw an Erinnerungen oder Aufnahmen festzumachen.

Das beste Konzert das ich bisher gesehen habe war ein Konzert von Julian Bream im Münchner Herkulessaal.
Ich habe auch schon schlechte Konzerte von ihm erlebt aber da hat er sich selbst übertroffen was Ton und Technik betrifft.
Knapp dahinter folgen Konzerte von Hubert Käppel in Hof, Yamashita in Mettmann , das erste Konzert von Fisk in der Münchner Musikhochschule und eine Aufzeichnung von Aniello Desiderio im bayrischen Rundfunk.

Was Aufnahmen betrifft sind immer noch die Albeniz und Granados Aufnahmen von Barrueco ein Meilenstein.
Weiterhin die Aufnahmen von Baltazar Benitez mit Piazolla.
Yamashitas Version von Pictures of an Exibition, und eine Aufnahme von Angel Romero mit Elogia de la gitarra von Rodrigo.


Was meine persönlichen Erfahrungen betriftt.

Ich war auf vielen Meisterkursen und es gibt da den ein oder anderen Gitarristen der nicht unbedingt charakterlich auf meiner Wellenlänge liegt.

Zu den alten Meistern Yepes oder Williams und natürlich Segovia!

Segovia ist eine Kultfigur die ich selbst im Konzert gesehen habe aber leider erst am Schluss aber selbst da ging noch eine Menge Ausstrahlung von ihm aus.

Yepes hat einige Dinge gemacht die ihm auch heute kaum jemand nachspielen kann und er war auch kein herzloser Techniker. Live klang er ganz anders als auf Vinyl und seine Aranjuezaufnahme ist aus meiner Sicht bis heute noch nicht getoppt.

Williams hat tole Aufmnahmen von Barrios und auch von Bach ge,macht und dafür liebe ich ihn noch heute.

So, jetzt ist aber genug (ich habe wahrscheinlich noch jede Menge vergessen).

tschau Aläx

*** Gustaw

Ich habe früher mal mit Ricardo Havenstein gespielt und war mit ihm auf Lehrgang bei Fisk.

Weshalb macht er jetzt Entwicklungshilfe oder wie ist das gemeint?

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Di 21.Mär 2006, 22:29

@aläx
Er tourt ab und an mal in Europa, Schwerpunkt Raum München, und dann gibt er nebenher ein paar Privatstunden, bevor er sich wieder vor dem deutschen Winter in Argentinien 'ausruht' ...

Gustaw

Tobias
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Beitrag von Tobias » Fr 31.Mär 2006, 20:31

Hallo!

Das mit den Lieblingsgitarristen und -innen ist ja so eine Sache. Einige von den vorhin gelesenen kenne ich gar nicht.
An erster Stelle bei mir steht John Williams. Der war mein Motivationsschub, Gitarre intensiv zu lernen.
Dann kommt Eduardo Isaac. Er hat die besten Giuliani-Einspielungen.
Und vom Klang her höre ich gerne 王雅夢 (Oh, den kleinen Scherz müßt ihr mir jetzt gönnen. :) ), ein Traum - im wahrsten Sinne der Wortes, ihr Un Sueno en la Floresta. (Für Ratefüchse einen Tip: 1993 gewann sie den ersten Preis)
Gruß Tobias
Gitarre: Paulino Bernabe - Estudio E-6
Die Sprache der Musik kennt keine Grenzen.

coolman
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Beitrag von coolman » Di 04.Apr 2006, 14:00

Hallo Schnecke!

Etwas verspätet, aber trotzdem: Segovia ist mein Gitarist!

Natürlich liebe ich auch Bream, Williams,... und wie sie alle heißen, aber er bleibt für mich der Favorit. Seine Interpretationen sind wunderbar und sein effizientes Spiel ist genial!
Nicht vergessen möchte ich aber auch meinen zweiten Liebling. Das ist Baden Powell. Er ist eigentlich wohl erst in 50 Jahren ein Klassiker und er hat auch meist Eigenkompositionen gespielt, aber dennoch möchte ich ihn erwähnen.

lg
coolman 8)
Der Schnee, den du in Flocken siehst
dir später durch die Socken fließt! (Karl Farkas)

Gepäckträger, tun sie diese Koffer auf die leichte Schulter nehmen! (Kurt Tucholsky)

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Beitrag von Intro » Di 04.Apr 2006, 18:21

Ich mache es mal kurz.

Der alte Pepe Romero hat es mir angetan.

Walter G.
Walter, Münchner, spielt gerne Gitarre

sniggl
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Beitrag von sniggl » Do 06.Apr 2006, 18:58

Gitarre:
N. Yepes
J. Bream
Für Laute :
Konrad Junghänel