Frohe Ostern

Guitarlover
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Frohe Ostern

Beitrag von Guitarlover » Sa 15.Apr 2006, 11:51

Frohe Ostern
wünscht Euch,
GL

Johannes
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Beitrag von Johannes » Sa 15.Apr 2006, 12:10

Auch Dir, Guitarlover, und natürlich allen anderen:

Frohe Ostern!

(Das könnten wir noch ein bisschen ausweiten:
welche Literatur spielen wir an den Feiertagen, um die österliche Freude zum Ausdruck zu bringen?)

Schöne Feiertage wünscht
Johannes

Sanft
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Beitrag von Sanft » Sa 15.Apr 2006, 18:41

Wenn man's ernst meint: Hermann Reutter, "Die Passion in 9 Inventionen". So richtig passend zur Osterzeit! :D Ist bei Schott erschienen, GA 488.
Clemens … el niño que soñó la musica :fume:
"Guitar technique is made up of a limited number of procedures with an unlimited number of applications." Ricardo Iznaola
Gitarre: 7-saitige Matthias Dammannn, 1997; ab März 2007 noch eine Staufer-Replika von Dietrich.

Johannes
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Beitrag von Johannes » Sa 15.Apr 2006, 18:55

Hallo Clemens,

oooh, ich hab grad mal :shock: nachgeguckt, Reutters Passions-Inventionen besitze ich leider nicht (wahrscheinlich könnte ich sie auch nicht spielen, klingt nicht gerade einfach, :? oder?). Und heute ist der letzte Tag der Passionszeit :cry: . Ostern :lol: fängt morgen früh an, da wird das Repertoire geändert, bleibt´s also doch bei Bach/Qualey: „Jesu, Joy of Mans´s Desiring“!!!

Schöne Feiertage mit jubilierenden Klängen wünscht
Johannes

Sanft
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Beitrag von Sanft » Sa 15.Apr 2006, 20:30

Aaaaaaaaaaach, das sehe ich nicht so eng! Heilig ist heilig! Meine erste Amtshandlung mit 18 war, aus der Kirche auszutreten. Wenn kein Widerspruch kommt spiel' ich den Reutter auch an Weihnachten. Dann sind da noch Zani de Ferrantis "Six Nocturnes Bibliques" die inhaltlich nicht festgelegt sind, keine weiteren Überschriften oder so (die gibt's hier zum 'runterladen: http://www2.kb.dk/elib/noder/rischel/RiBS0219.pdf ), Sors "Mouvement de prière religieuse" und natürlich Barrios' "La Catedral" (aber ohne das Präludium). Du hast aber richtig geschätzt, Reutters Komposition, eine seiner letzten, ist ziemlich problematisch, spieltechnisch wie musikalisch.
Clemens … el niño que soñó la musica :fume:
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Gitarre: 7-saitige Matthias Dammannn, 1997; ab März 2007 noch eine Staufer-Replika von Dietrich.

Johannes
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Beitrag von Johannes » So 16.Apr 2006, 19:45

Hallo Clemens,

jaaaaaaa, solange es darum geht, was jeder/jede so im stillen Kämmerlein spielt …
Aber stell Dir mal vor:
Das Weihnachtsoratorium am Karfreitag,
die Matthäuspassion oder die 7 Worte am Kreuz
wenn nicht am Ostersonntag, dann vielleicht an Pfingsten,
und die Hohe Messe als Hintergrundgedudel beim Grillfest. Igitt!
Da würden sich doch Johann Sebastian selig
und wahrscheinlich auch etliche andere
soli deo gloria im Grabe herumdrehen
und das Requiem am dies irae anstimmen.
Kyrie eleison!

Heilig ist übrigens auch der Clemens, da kannste machen, was Du willst.
1751 als Clemens Maria Hofbauer geboren, 1820 gestorben und am 20. Juli 1902 heiliggesprochen. Sein Tag ist der 15. März (leider schon rum, sonst hätten wir uns übers Repertoire für diesen gewichtigen Tag unterhalten können.

Ja, gegen Barrios gibt´s an Ostern doch wenig einzuwenden,
überschäumende Lebensfreude dürfte es ruhig noch ´ne Kante mehr sein.
Bei Sor meinst Du op 31, 23, nicht wahr? Da rege ich mich jedes Mal auf, wenn ich lese‚ „Fortschreitende Studien für Anfänger“. Wenn´s nicht gar zu lento ist, könnte das wahrscheinlich zumindest festlich, wenn nicht gar etwas fröhlich klingen …

Fröhliche Grüße einstweilen!
Johannes

Sanft
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Beitrag von Sanft » Mi 19.Apr 2006, 17:22

:D Tjaaaaaaaaa....
Eine der Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium hab' ich mir gerade vorgestern angehört, die dritte. Wo liegt da der Haken? Ich stehe wirklich nicht hinter dem transzendentalen Aspekt dieser Musik (auch wenn das nicht Bachs Intention entspricht), ergo ist mir das egal. Was das Grillfest angeht hast Du natürlich völlig recht. Da würd' ich dann auch mit der Axt auf die Boxen losgehen. Aber nicht nur bei Bach. Auch bei Mahler, Puccini, Schönberg, Britten...
Und natürlich meine ich op 31, N° 23. Das ist zwar nicht wirklich ein Gebet sondern spielt auf den Charakter der "preghiera" der ialienischen Oper an wird aber tatsächlich immer zu langsam genommen! Ich hab' die Etüde mit Viertel=90 gespielt. Ansonsten klingt es ja als hätte der Gitarrist sich die letzten drei Wochen ausschließlich von Teigwaren ernährt. Im übrigen bin ich Römerfan, also auch Stoiker, und sehe deshalb nur das lateinische Adjektiv in meinem Namen: sanft. :D
Clemens … el niño que soñó la musica :fume:
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Gitarre: 7-saitige Matthias Dammannn, 1997; ab März 2007 noch eine Staufer-Replika von Dietrich.