Wer darf unterrichten?

Schnecke
Beiträge: 64
Registriert: So 27.Nov 2005, 14:53
Wohnort: Eifel, NRW

Wer darf unterrichten?

Beitrag von Schnecke » Fr 02.Dez 2005, 14:37

Hallo,

mich würde mal Eure Meinung interessieren, wie Ihr dazu steht, wenn Leute Gitarrenunterricht geben, die nicht Gitarre studiert haben. :oops:

Findet Ihr, es sollte verboten werden? :roll:

roppatz

Beitrag von roppatz » Fr 02.Dez 2005, 15:07

Nein, da bin ich ganz anderer Meinung, man muss nicht nur gut Gitarre unterrichten können, wenn man es studiert hat. Natürlich hat man vielleicht eine bessere Lösung gefunden, wenn man sich einen professionellen Lehrer sucht, jedoch hab ich auch schon von vielen Fällen gehört wo (gute) Schüler auch schon unterrichtet haben, und das sogar erfolgreich. Ich selber überlege auch evtl. mir einen Schüler zu suchen.
gruß
roppatz

GitarrenMensch
Beiträge: 38
Registriert: Mi 26.Okt 2005, 20:16

Beitrag von GitarrenMensch » Fr 02.Dez 2005, 15:35

Es kommt meiner Meinung ganz auf den "nichtstudierten Lehrer " an.
Wenn er alles auf der Gitarre kann alle Techniken die es gibt perfekt beherrscht und auf den Schüler eingehen kann .
Warum dann nicht ?

zorolowski
Beiträge: 204
Registriert: Mi 12.Okt 2005, 22:03
Wohnort: Heiligenhaus

Beitrag von zorolowski » Fr 02.Dez 2005, 17:17

Meiner Meinung nach ist schon genug verboten in Deutschland. Man sollte nicht alles reglementieren. Außerdem weiß ich nicht, ob ein ausgebildeter Gitarrist für alle Musikrichtungen (z. B. Punk oder Metal) immer der bessere Lehrer ist.

Gruß
Zorolowski

Spacetoon
Beiträge: 245
Registriert: Do 17.Feb 2005, 22:39
Wohnort: Frankreich

Beitrag von Spacetoon » Fr 02.Dez 2005, 19:18

Das ist ja eine interessante Frage!

Ich denke, dass jemand der Unterricht geben will, muss die Sache sehr gut beherrschen, klar, aber diese Person muss dafür auch geeignet sein.

Muss viel Geduld haben :wink: , muss auch Pädagoge sein und erklären können.

Ob er dann unbedingt ein Lehrer Diplom benötigt, ist fraglich.

*** roppatz
Ich selber überlege auch evtl. mir einen Schüler zu suchen.
Ich bin mir sicher, es wird super funktionnieren. Aber wenn du dann so weit bist, sag uns bescheid, ob es dir Spass macht oder ob du dir die Sache anders vorgestellt hast!
Ich drücke dir die Daumen :wink:

Steph
Gitarre : Yamaha CG-90 MA

zorolowski
Beiträge: 204
Registriert: Mi 12.Okt 2005, 22:03
Wohnort: Heiligenhaus

Beitrag von zorolowski » Sa 03.Dez 2005, 14:35

Sorry Qminusi,

aber da muß ich dir doch entschieden widersprechen. Wenn nur ausgebildtete Musiklehrer unterrichten dürften, hätte es einige wichtige Gitarristen jedenfalls nicht so gegeben, wie sie waren: Jimi Hendrix, Rory Gallagher, Johnny Winter, Chuck Berry, Muddy Waters, John Lee Hooker, B. B. King, ... . Hast Du dir mal die Haltung bzw. Fingersätze dieser Leute angesehen?
Ich glaub schon, dass man mit einem guten Gitarenlehrer zumindest ab einer gewissen Stufe besser vorwärts kommt. Aber die Musik ist nicht von Lehrern entwickelt worden, sondern von denen, die neue Pfade gehen wollten. Musikarten wie Blues, Rock and Roll, Punk, Heavy Metal oder andere haben sich doch eben deswegen entwickelt, weil man nicht auf die klassische Schule zurück gegriffen hat, sondern weil man nur den Typen kannte, der einem ein paar Griffe beigebracht hat und ab geht die Post.
Und wenn einige Gitarristen meinen, dass es cool ist, wenn die Gitarre vor den Knien baumelt, dann wird das ein Lehrer mit ergonomischen Begründungen nicht verhindern können.
Ich find es gut, dass es beide Seiten gibt: den 'Lehrer' oder Kumpel, der einem ein paar grundsätzliche Sachen, wie Griffe, Riffs, etc. beibringen kann und den ausgebildeten Lehrer, bei dem ich die richtige Haltung, Harmonielehre und anderes lernen kann.

Gruß
Zorolowski

zorolowski
Beiträge: 204
Registriert: Mi 12.Okt 2005, 22:03
Wohnort: Heiligenhaus

Beitrag von zorolowski » Sa 03.Dez 2005, 18:10

Ich will doch gar nicht abstreiten, dass ausgebildete Musiklehrer ihre Berechtigung haben, vor allem wenn es darum geht jemanden wirklich weiter zu bringen. Aber:
Meine Argumentation beruht auf der Vorstellung den jungen Schüler auf eine Laufbahn als Musiker vorzubereiten und nicht darauf irgendwelche Klone herzustellen. Wenn jemand mit seinem 'Stil' erfolgreich ist ist das ja nicht falsch, im Gegenteil, ich erachte einen eigenen Stil als sehr erstebenswert, aber bitte nicht auf einem tiefen technischen Niveau.

Ich weiss nicht ob Du die Anforderungen des Musikerdaseins von Heute kennst, aber mit einem Stil à la B.B. King oder SRV kommt man heute nirgens mehr hin.
Ob die Anforderungen an Gitarristen heute höher sind, als früher, möchte ich bezweifeln. Denn gerade heute gibt es haufenweise 'geklonte' Musiker. Aber das liegt wohl weniger an der Ausbildung der Leute, sondern hat wohl eher was damit zu tun, dass diese vor allem nach ihrem Aussehen von der Musikindustrie nach oben gepuscht werden.
Gut, mit dem Stil von B.B. King gibt es wohl heute (leider) nichts mehr zu holen. Aber wozu soll B.B. King diatonische Tonleitern und Barreeakkorde spielen? Er ist halt ein Bluesgitarrist. Mit einer klassischen Ausbildung kann ich das zwar spielen, aber den Blues kann ich dadurch noch lange nicht.

Z. B. in der Heavy Metal Scene gibt es haufenweise fantastische Gitarristen, von denen die allermeisten keine 'professionelle' Ausbildung erhalten haben. Gerade diese Scene hat eine unheimliche Vielfat aufgebaut, so dass man von gedankenlosem Kopieren wirklich nicht sprechen kann. Außerdem finde ich nicht, dass diese Leute auf einem niedrigem Niveau spielen. Alle großen Musiker haben sich auf EINE Sache spezialisiert. Wichtig ist doch, dass man versucht, die Techniken zu berrschen, die man für seine Musikrichtung braucht. Und falls jemand aus dieser Scene plötzlich Lust verspürt, klassische Gitarre zu spielen, kann er das doch immer noch lernen. Das der Umlernprozeß zu langwierig oder schwierig ist, lass ich nicht gelten. Ich hab selbst zuerst Rockmusik nach Grifftabellen gespielt, bei denen man mit dem Daumen umgreifen mußte.
Ich meine nur, dass viele junge Menschen deshalb etwas neues entwickeln, weil sie von keinem Lehrer in eine Richtung geschoben werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein klassischer Gitarrenlehrer Jimi Page in den sechzigern mit den Worten gelobt hätte: "Cooler Sound. Jetzt muß ich dir nur noch zeigen, wie Du die Finger dazu setzen mußt. Außerdem zeig ich dir noch die perfekte Sitzhaltung."
Für mich sind wirklich beide Richtungen - die des professionellen Lernens und die des Anlernens - wichtig. Vielfalt läßt sich in der Kunst nur durch individuelles Lernen erreichen. Der Eine braucht halt den richtigen Lehrer, der Andere kommt mit der anderen Schiene besser zurecht.

Gruß
Zorolowski

jahro
Beiträge: 542
Registriert: Do 01.Dez 2005, 13:05

Beitrag von jahro » So 04.Dez 2005, 1:51

Hallo,

dies ist eine recht interessante Diskussion.
Die ursprüngliche Frage von Schnecke war doch, ob man ohne ein Studium unterrichten
kann oder besser gesagt darf ?

Ich meine, wenn die Person didaktische Fähigkeiten besitzt und wie bereits von qminusi angesprochen auf
die entsprechenden Haltungsproblematiken eingeht, dann kann ich persönlich keinen Grund erkennen, warum er
nicht unterrichten sollte.

Ich denke, dass es mit Sicherheit auch einen Unterschied macht, ob der Lehrer mit Erwachsenen oder
mit Kinder arbeitet.

Bei Kindern würde ich nach einiger Überlegung auch eher auf einen studierten Lehrer
zurückgreifen.

Aber wie gesagt, pauschal ist das schwierig zu beantworten. Ein Studium muss nicht zwangläufig einen
guten Lehrer hervorbringen. Un umgekehrt muss ein fehlendes Studium (Fachkenntnisse natürlich vorausgesetzt)
nicht unbedingt einen schlechten Gitarrenlehrer bedeuten.

Ich selbst habe schon Gitarrenlehrer (ohne Studium) bei Kindern erlebt, wo ich meine Zweifel hatte,
dass ich meine eigenen dorthin schicken würde.

Aber man ganz persönlich @Schnecke willst Du unterrichten?
Oder warum hat Dich diese Frage interessiert?

Ich bin gespannt auf weitere Meinungen zu diesem Thema.

Gruss Rolf
Gitarren:
CUENCA 60P
AMALIO BURGUET "LUNA El Mediterraneo"
Ortega M5

Anna Nyma
Beiträge: 150
Registriert: Sa 19.Nov 2005, 19:26
Wohnort: der Bayerische Wald...

Beitrag von Anna Nyma » So 04.Dez 2005, 15:29

Hier ist ja was los! Da kann man Argumente fast nur noch mal wiederholen:

Hallo, Karl qminusi,
du zeichnest da ein fantastisches Idealbild! Mit diesem Spektrum an Fähigkeiten und dem Anspruch an Dich selbst bist Du mit Sicherheit ein ausgezeichneter Lehrer. Nur: wie viele Deiner Kollegen kennst Du, die in der Lage sind, dem ebenfalls zu entsprechen? Neben Gitarrist auch noch stilübergreifend durchblickender Musiker, begnadeter Didaktiker, Psychologe, ergonomisch- statisch denkender Anatom zu sein? Nach diversen Erfahrungen bin ich sicher, dass solche Qualitäten nur begrenzt über Lehrpläne vermittelbar und doch mindestens genauso wichtig wie gitarristisches Können sind.

Gut, es ist unmöglich 1:1 vergleichbar- aber z. B. Mathe vermittle ich meinen Kids auch ohne attestierte Lehrbefähigung gelegentlich mit mehr Erfolg als ihre Lehrer, obwohl ich vieles längst nicht mehr präsent hab’. Dafür weiß ich, wie die Jungs „ticken“, wie ich sie nehmen muss, um sie zu motivieren, habe mehr Zeit für analytisch- systematisches Herangehen und kann mich auf ihre Tagesform einstellen.

Ich gehe mit Dir konform, dass es ist eine riesige Verantwortung ist, sich der Ausbildung anzunehmen. Andererseits: KANNST DU WAS? GIB’S WEITER!

Wenn Du Schneckes Beiträge liest, wirst Du sehen, dass sie sich intensiv mit vielen der von Dir angesprochenen Gebiete auseinandersetzt. Ihre Postings vermitteln Lebenserfahrung und Humor. Da wir sie hier getroffen haben, ist sie auf der Suche, ihr Wissen und ihre Möglichkeiten zu erweitern und brennt außerdem darauf, davon weiterzugeben. Stimmt doch alles, Schnecke, oder? (hallo & lg :bye: !) Da sie davon erzählt hat, in einer ländlichen Ecke zu wohnen, könnte ich mir auch vorstellen, dass es ausgebildete gute Gitarrenlehrer möglicherweise selten dahin verschlägt. Was wäre es für eine Verschwendung, ihr Potential nicht zu nutzen?!

Sicher spielen auch die Vorstellungen der Schüler eine Rolle. Jemand mit Kons- Ambitionen oder Bühnenträumen sollte unter Profianleitung arbeiten. Manchmal ist aber die Möglichkeit wohnortnahen Unterrichts ausschlaggebend, es überhaupt versuchen zu wollen. Und wenn der Unterrichtende die eigenen Grenzen ganz gut einschätzen kann, ist es sicher auch kein Problem, einen Schüler weiterzugeben, wenn diesem die weitere Zusammenarbeit keinen Gewinn mehr bringt.

Um es salomonisch zusammenfassen: ich meine, es kommt ganz darauf an…
Und ein altes Sprichtwort *** Schnecke: es gibt nix Gutes außer man tut es!
Auf einen gelegentlichen Bericht von Deinen diesbezüglichen Erfahrungen freut sich Anna Nyma

zorolowski
Beiträge: 204
Registriert: Mi 12.Okt 2005, 22:03
Wohnort: Heiligenhaus

Beitrag von zorolowski » So 04.Dez 2005, 21:58

Warum denn so kompliziert?
Wichtig ist doch, wie kann ich jemanden unterstützen, wenn er Musik machen will, oder? Der Spaß soll doch im Vordergrund stehen.
Nur gibt es da zum Beispiel Konstallationen, die so oder so ähnlich gar nicht selten sind:
Du hast einen 16-jährigen Sohn. Der steht auf die toten Hosen und will Punk spielen. So, jetzt sag ich ihm, dass das so einfach nicht geht. Er muß da erstmal 'ne klassische Ausbildung mit Noten, Fingersatz, richtiger Sitzhaltung und so weiter lernen. Äh, sorry, der wird sich im Leben nie wieder mit dem Gedanken beschäftigen Musik zu machen. Ich fand den anderen Weg besser, indem ich ihm meine alte E-Gitarre samt Verstärker vermacht habe mit den Worten: so, nun mach mal. Millerweile (er ist 20) spielt er ganz brauchbaren Metal.
Heeh, die Typen wollen keine klassiche Ausbildung, damit verscheuch ich die nur. Und da ist es mir allemal lieber, dass sich die Kids von jemandem 'Unprofessionellem' ihre Musikrichtung beibringen lassen (mit allem was da falsch sein kann), als dass sie gar nichts machen und nur das Gedudel der Medien konsumieren.
Ja und wenn er nie im Leben Klassik spielen will, werd ich das auch überleben. Zumindest ist er mit klassischer Musik oft genug in Berührung gekommen.

Gruß
Zorolowski

Schnecke
Beiträge: 64
Registriert: So 27.Nov 2005, 14:53
Wohnort: Eifel, NRW

Beitrag von Schnecke » Di 06.Dez 2005, 13:08

Hallo Ihr Lieben!
Erst mal vielen Dank für Eure rege Beteiligung. :bye: Vor allem vielen Dank an Anna Nyma! :) :merci:
Ja, Ihr habt mich schon richtig entlarvt. Es ist tatsächlich so, dass ich gerne mein Wissen und meine Erfahrungen preisgebe. :contrat: Nicht um anzugeben (ich hoffe es jedenfalls), einfach, weil ich Menschen mag, weil ich selber vor Begeisterung platze! :D Und tatsächlich bin ich hier am Land ein bissl isoliert. :cry:

Ich unterrichte zur Zeit zwei Jungs, und in der Zeit vor meiner Gitarrenpause, die ich durch unglückliche Umstände einlegen musste, habe ich auch erwachsene Schüler gehabt. Es hat mir immer sehr viel Freude gemacht, Fortschritte bei Schülern zu beobachten, sie zu motivieren und zu begeistern. Manchmal muss man als Gitarrenlehrer auch als Seelenklemtner arbeiten, manchmal auch ein bisschen trietzen, immer das, was der Schüler gerade braucht. :nerveux: :applauso: :sage:
Es ist jedenfalls nicht meine Absicht, irgendwem Arbeit wegzunehmen, oder meinen Schülern für Lügengeschichten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich wirklich was nicht kann oder weiß, sage ich es halt ehrlich und schicke die Schüler ggf. zu entsprechenden "Fachleuten".

Totzdem beschleicht mich oft ein schlechtes Gewissen :oops: , da ich ja nicht studiert habe. Da wollte ich doch mal Eure Meinung hören, und zwar so neutral und ehrlich wie möglich.
:merci:
Liebe Grüße
Moni

Intro
Beiträge: 93
Registriert: Mi 08.Jun 2005, 9:33
Wohnort: München

Wer darf unterrichten?

Beitrag von Intro » Di 06.Dez 2005, 15:01

Hallo Freunde der Gitarre!
Ich finde die Argumente alle irgendwo ganz in Ordnung.
Allerdings neige ich zu unkomplizierten Lösungen.
Eltern bingen ihren Kindern sprechen lesen schreiben laufen und noch soviele wunderbarer wichtige Dinge bei.
Hat da jemand nach einem Diplom oder Studium oder Examen gefragt.
Was spricht dagegen wenn ich außer meine eigenen Sprösslingen auch noch deren Freunden Musikunterricht erteile?
Früher oder später kommt der Punkt wo ich mit meinem Latein am Ende bin. Dann ist sicherlich der ausgebildete Musiklehrer der richtige Ansprechpartner.

Liebe Grüße
W. Geissl
Walter, Münchner, spielt gerne Gitarre

coolman
Beiträge: 331
Registriert: So 09.Okt 2005, 17:17
Wohnort: Gratwein (bei Graz), Österreich

Beitrag von coolman » Di 06.Dez 2005, 15:26

Hallo Schnecke!

Also ich finde es völlig in Ordnung wenn jemand ohne Studium unterrichtet. Ich denke auch, wie einige andere, dass die Qualität nicht direkt proportional zur Ausbildung ist. Es ist viel wichtiger, wenn jemand mit Freude und Entusiasmus unterrichtet und seine Schüler entsprechend motivieren kann.

Wenn nur "Studierte" unterrichten dürften, was hätten dann die Meisterklässler von Segovia oder Bream gemacht? Und davon gibt es nicht gerade wenige!

Auf keinen Fall, denke ich, sollte man das verbieten. Es ist ohnehin in unserer Welt schon zuviel reglementiert. Wenn jemand einen Lehrer nehmen will soll er selbst entscheiden können welche Ausbildung dieser haben soll.

lg
coolman
Der Schnee, den du in Flocken siehst
dir später durch die Socken fließt! (Karl Farkas)

Gepäckträger, tun sie diese Koffer auf die leichte Schulter nehmen! (Kurt Tucholsky)

cornwallfan
Beiträge: 316
Registriert: So 09.Okt 2005, 0:31
Wohnort: 42781 Haan /Rhld.

Beitrag von cornwallfan » Di 06.Dez 2005, 15:54

Hallo Moni,

nach alldem, was ich von Dir hier gelesen habe, kann ich nur sagen: mach weiter so! Und wenn Du irgendwann ehrlich das Gefühl hast, Deinen jeweiligen Schülern nichts mehr vermitteln zu können, und sie weiterschickst zu befähigteren Lehrern, dann haben doch alle Beteiligten gewonnen.
Ich habe selbst in meiner aktiven Zeit einige Schüler auf der Gitarre theoretisch und praktisch im Akkordspiel unterrichtet (als Tanzmusiker hat man da im Laufe der Zeit ja eine Menge gelernt und kann auch eine Menge vermitteln). Vor kurzem habe ich einen von diesen Burschen bei einem Auftritt erleben dürfen: er spielte richtig gut (wesentlich besser als ich damals) und darauf angesprochen, meinte er, mit mir ja auch einen vernünftigen Lehrer gehabt zu haben. 8)

Bleibt unter uns, aber ich war etwas gerührt, und auch ein ganz kleines bißchen stolz......

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du weiterhin viel Spaß beim Unterrichten hast. Es ist doch toll, sowas Schönes wie die Liebe zur Musik fördern zu können :D
Viele Grüße aus Haan,
Andreas

-------------------------------
Gitarren: Yamaha GC-31 C u. Ariana 6512

Joachim38
Beiträge: 21
Registriert: Fr 06.Jan 2006, 21:06
Wohnort: Rheinau,Baden

Beitrag von Joachim38 » So 26.Mär 2006, 19:34

hallo zusammen,

ja mir geht es da ein bißchen wie Schnecke.
Seit 2 Jahren unterichte ich jetzt auch obwohl ich nichtstudierter
Gitarrist bin. Angefangen hat es,das ich von Bekannten angesprochen
wurde,ob ich ihrer Tochter Gitarrenunterricht geben könnte.
Mit dieser Schülerin hat´s angefangen,mittlerweile sind es 6 Stück.
2 Erwachsene und 4 Kinder/Jugendliche.
Es macht mir einfach sehr viel Freude andere,vor allem Kinder
und Jugendliche für unser Instrument zu begeistern, und
zum eigenen musizieren anzuregen.
Aber ab und zu habe ich mich auch gefragt, ob ich das eigentlich darf
grad so unterrichten ohne Diplom.
Es ist schön,das sich noch viele andere hier mit dieser Frage
beschäftgt haben. :wink: