Euer Lieblingsgitarrist ausserhalb von Klassik

Kemps' Jig
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Beitrag von Kemps' Jig » So 04.Dez 2005, 10:57

Hallo,

Nunja...als eingefleischter Led Zeppelin-Fan bleibt mir wohl nichts anderes übrig =) nein im Ernst: der Mann hat auf der Gitarre sehr viel geleistet, obwohl (und das wohl zurecht) man sagt das er eine eher schlampige technik, hat-ich würde ihn also noch mehr als sehr guten MUSIKER sehen (schrieb schließlich so ziemlich jeden Song für die Band).

Gruß
,yours Kemps' Jig
-Frauen sind manchmal wie Gitarren, nur gut gestimmt klingen sie gut-

mark
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Beitrag von mark » So 04.Dez 2005, 12:51

An Karl:
- Es bedarf wahrhaftig keiner grosser Kreativität, Smoke on the Water zu schreiben. Allerdings: einfach aber gut ist immer am schwierigsten. Ist der erste Satz von Beethovens fünfter in dieser Hinsicht auch nicht "kreativ" für Dich? Oder Schuberts Winterreise? Oder der Chor der Sklaven aus Verdis Nabucco? Oder die Melodien von Mozart, die selbst kleine Kinder kennen und lieben? Ich finde grad, dass einfache Melodien oft die schönsten sind. Zu viel Komplexität zerstört oft die Seele de Musik.
- Der grosse Muddy Waters (übrigens neben Robert Johnson für mich der grösste Blueser überhaupt) hat open tunings verwendet: EAEAC#E, bzw EHEG#HE, also praktisch die Gitarre auf einen einfachen Durakkord gestimmt. Page war viel abgefahrener: DADGAD oder ähnliches gehörten in sein Standardrepertoire.
LG
Marl

mark
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Beitrag von mark » So 04.Dez 2005, 12:55

@Kemps'jig: Ja, Page war vor allen als Songwriter bedeutend, seine Technik ist wirklich sehr-sehr schlampig. Bestes Beispiel ist das fürchterliche Solo aus "Heartbreaker". Ich habe es in meinen Teenger zum Beeindrucken von meinen Altersgenössinen verwendet, aber jemand, der Ahnung von Musik hat, merkt sofort, dass dieses Solo mit Musik oder gar mit sauberer Technik und Virtuosität wenig zu tun hat.
Mark

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » So 04.Dez 2005, 13:18

@mark: dafür finde ich seine Soli auf The Song Remains The Same teilweise genial.

Gruß
Zorolowski

mark
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Beitrag von mark » So 04.Dez 2005, 13:48

Du hast recht, das ganze Album ist genial (mein Favorit ist Over the hills and far away). Das musikalisch beste Album on Led Zep ist übrigens meiner Meinung nach grad das weniger erfolgreiche Presence. In through the out door ist auch genial, da hier endlich John Paul Jones zum Zug kam.

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » So 04.Dez 2005, 14:04

Hallo Mark,

die Umfrage geht vielleicht daneben, aber die Diskussion ist edel! Allein das war's doch wert, oder?

Begeistert, Gustaw :strizzalocchio:

mark
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Beitrag von mark » So 04.Dez 2005, 17:35

Du hast Recht, Karl, Muddy Waters war kein besonders Abwechslungsreich, wenn es ums improvisieren ging. Seine Texte sind wirklich cool, allerdings dürften wir sie nur mit einer Riesenportion Wortzensur hier zitieren :wink: :wink:
Klar ist es streitbar, aber der Hardrock ist nun mal ein Recht einfaches Metier, und viele Songs haben nur ein einziges Riff als tragendes Motiv. Besonders Tony Iommi driftet für mich ab und zu ins Primitive ab (Iron Man,etc.), ganz zu schweigen von den ganzen Black-Death-Trash-Typen unserer Tage.

mark
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Beitrag von mark » So 04.Dez 2005, 17:36

@Gustaw: ja, Du hast Recht. Das Forum wird immer lebhafter. :lol: :delcamp_ cool: :delcamp_fiesta:

larypeter
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Beitrag von larypeter » Do 22.Dez 2005, 2:11

Hallo Mark,

noch garnicht erwähnt sind so fantastische Gitarristen aus der Flamenco-Szene, wie Paco de Lucia, Vicente Amigo, Tomatito, Paco Serrano, Pepe Habichuela, Sabicas, Juan Martin und und und. Die sind wirklich erste Sahne und niemand kennt und hört sie, wirklich schade und die südamerikanischen Gitarristen? (wer ist Eric Clapton?)


larypeter

Eduard
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!!!

Beitrag von Eduard » So 15.Jan 2006, 18:52

Ich kenne von diesen nur Eric Clapton, naja..........
+++!Hauptsache der Metronom tickt weiter!+++

Cw;icw!

Bernhard
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Beitrag von Bernhard » So 15.Jan 2006, 20:07

Hi Eddy,

hast schon recht, einige kannste vielleicht demnächst auch im Archiv sehen (von wegen schon lange tot).
Ist aber auch nicht mehr der Renner, wenn einer heute noch´n Solo am Schluss eines Songs spielt, wird´s meist im Radio vorzeitig beendet.

Grüße, Bernhard.

saby
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noch ein vorschlag...

Beitrag von saby » Mo 16.Jan 2006, 19:04

für franco morone bin ich auch... hab ein heft von ihm (fingerstyle jazz), tönt auch auf ner klassischen ganz gut!
ausserdem wüsste ich noch jemanden:
war in oslo in den ferien, hab da aus einiger entfernung nen e-gitarristen gehört und hab zuerst gedacht es wär ne ganze band!! spielt bekannte songs, aber mit seinem tapping wirkts unglaublich - besagter mann heisst ole staveteig (=> www . olestaveteig . com, hat auch hörbeispiele und n video, schaut mal rein!!)
lgs
Zuletzt geändert von saby am Mo 16.Jan 2006, 21:54, insgesamt 4-mal geändert.
gitarre: dieter hopf - La Portentosa Nueva zeder

Bernhard
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Beitrag von Bernhard » Mo 16.Jan 2006, 19:24

Hi,

hab´s mir noch nicht angehört, übrigens ist dein Link falsch, hier der richtige:
http://www.olestaveteig.com/
Franco Morone ist auch einer meiner Favoriten im Fingerstyle.
Hör dir mal ein paar Sachen aus "Guitarea" an, absolute Spitzenklasse!
Leider hat er glaub ich seither (1994) nur noch wenige oder keine Eigenkompositionen veröffentlicht.

Viele Grüße, Bernhard!

aläx
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Beitrag von aläx » Mo 16.Jan 2006, 21:21

Hallo Mark

Ich habe da ein ganz klares Votum für Malmsteen, denn der Typ hat mich dazu gebracht mir eine E-Gitarre zu kaufen und zu versuchen in "ähnlicher"Weise zu spielen.

Was soll ich sagen? Ich bin gescheitert!!
Ich weiß, dass es im Fahrwasser von Malmsteen seit 1985 verschiedene Supergitarristen (Vinnie Moore, McAlpine , Paul Gilbert usw.) gegeben hat die über Varney und Shrapnelrecords unzählige super Platten veröffentlicht haben und jeder von denen ist eine Klasse für sich.
Nichts desto trotz

Malmsteen gibt es heute noch (man höre sich nur seine Orchestersuite an oder sein jüngstes Album)und wenn in der Zukunft mal eine Zusammenfassung gebracht wird was E-Gitarre betrifft dann müsste er in der Reihe stehen und zwar hinter (zeitlich gesehen)Edward van Halen, der nachweislich das Gitarrenspiel ebenfalls in dieser Form erweitert hat.
Der Unterschied ist einfach der, dass ich durchaus in der Lage bin Solos von van Halen nachzuspielen (natürlich nicht in der Qualität), bei Malmsteen ganz schnell an meine Grenzen stoße.
Kurzum: der Mann ist ein Phänomen und deshalb der Gitarrist den ich am meisten bewundere und schätze.
Es gibt allerdings noch einen zweiten Favoriten den ich über die sonstigen Gitarrenkünstler stelle. Sein Name ist Jason Becker und er ist leider seit vielen Jahren (er war damals 21 Jahre alt)an ALS erkrankt.
Er kann also heute nicht mehr spielen und auch sonst ist er total gelähmt.
Auf seiner web-Seite (gebt einfach in Google Jason Becker ein und es wird euch geholfen)könnt ihr Kostproben dieses begnadeten Gitarristen hören.
Viel Spaß

tschau Aläx

fonky
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Beitrag von fonky » Fr 27.Jan 2006, 19:09

hi zusammen :)

Möchte mal die neuzeitlicheren wahnsinnig Fantastischen Jazzgitaristen in die Runde werfen. Meine absoluten Heroes sind da:

John Scofield
Pat Metheny
Alan Holdsworth

Wer sich rein Akkormäßig mal alle Finger brechen will sollte sich Alan Holdsworth reinziehen...unfaßbar

Und eine sicherlich umstritten Scheibe insbesondere für Konzertgitaristen ist "Quit" von John Scofield. (Jazzimpro mit Konzertgitarre und das von ihm *g*) ich finds klasse, wobei er doch lieber bei der E-Gitarre bleiben sollte ..hehe

Jedenfalls was Technik, Harmonisation etc angeht für mich das unglaublichste was man auf der Gitarre (anscheinend tatsächlich) machen kann.