Die geschichte meiner neuen gitarre :)!

aläx
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Beitrag von aläx » Mo 23.Jan 2006, 1:24

Hallo Roppatz

Da ich ja schon ein "alter Sack" bin und einige Erfahrung im Kauf von hochwertigen Gitarren habe;vor allem dein Beitrag sehr interessant war kann ich vielleicht auch noch etwas dazu beitragen.
Zunächst mal folgendes. Meiner Meinung nach gibt es durchaus noch Unterschiede zwischen Gitarren im Wert von 4000€ und 10000€. Die liegen nicht unbedingt im Klang sondern eher im Namen und auch im Wiederverkaufswert.
Aber das ist erst mal sekundär.
Ich kenne Herrn Viertmann und er hat ein Sortuinment an Gitarren nach dem du erst mal suchen musst in Deutschland. Wie du allerdings bemerkt hast hängen bei dem auch Stücke für 25000€ rum und da handelt es sich mir Sicherheit um eine Fleta oder Weißgerber, Hauser oder wie die alle heissen. Ich kenne im Moment keinen Gitarrenbauer der ab Werk diese Summen verlangt ausser für Spezialanfertigungen.
Aber darum gehts ja auch nicht. Es gibt in München einen Gitarrenhändler der wohl eine der exclusivsten Sammlungen an hochwertigen Gitarren hatte oder hat die man finden kann.
Diese Supergitarren hat er nie in seinem Musikhaus ausgestellt und ich denke das wird bei Viertmann auch nicht anders sein.
Wenn du bei diesen Leuten eine Gitarre der Spitzenklasse kaufst dann kannst du davon ausgehen, das du erstens mehr bezahlst denn der Mann will auch verdienen und zweitens zeigt er dir seine Perlen nicht einmal denn die lagert er zu Hause.
Ab und zu kannst du auch bei diesen Leuten punkten und man kann generell sagen, dass Viertmann natürlich die Gitarren die er verkauft auch testet und niemals Schrott in sein Sortiment aufnehmen würde.
Ich kann dir ja mal erzählen wie das so vor sich geht wenn du mit viel Geld (damals im Jahre 1978, 6000 DM ) dir eine Gitarre kaufen wolltest.
Ich hatte natürlich jede Menge Leute die eine Gitarre verkaufen wollten, also habe ich bei meiner damaligen Professorin in ihrer Wohnung einen Termin gemacht bei der die alle angetanzt sind.
Der Mann meiner Professorin war Cellist in einem renommierten Orchester und völlig unbedarft.
Da kam also der Gitarrenhändler mit verschiedenen Modellen (Ramirez, Chouard, Kohno)sowie drei Gitarrenbauer (Hense, Breuer und einer von dem ich den Namen nicht mehr weiss). Lange Rede kurzer Sinn. Die Gitarren waren alle gut aber so richtig begeistert hat mich damals die Chouard obwohl sie objektiv mit Sicherheit nicht die beste Gitarre war. Mir hat sie am besten gefallen. Was ich mir allerdings von den Gitarrenbauern anhören musste (die klingt doch gar nicht; die wird ihnen irgendwann nicht mehr reichen und dann können sie mich wieder anrufen bis hin zum Kommentar einer Gattin "Schatz reg dich nicht auf der hat doch keine Ahnung, also deine klingt am schönsten) lasse ich mal dahingestellt. Tatsache ist, dass der Cellist mir gesagt hat ich solle die Chouard nehemn denn auf der klingt mein Spiel am besten.
Das habe ich dann auch getan.
Nicht nur weil diese Gitarre mir ambesten gefallen hat sondern weil ich eben auf eine Hense zwei Jahre gewartet hätte und dann hätte ich eine Gitarre bekommen die ich nicht mal gespielt habe, Nein Danke!
Ich habe in der Folgezeit noch viele andere hochwertigen Giaterren gespielt und teilweise auch gekauft. Die Chouard habe ich heute noch. Ich habe damals 4800 DM dafür bezahlt udn inzwischen habe ich Instrumente gespielt die mir teilweise auch besser gefallen. Nur kosten die jetzt zwischen 5000 bis 25000 € und da ich ja Amateur bin kaufe ich mir erst eine wenn ich nicht mehr weiss wohin mit der Kohle.
Also mein Tip. Nichts überstürzen und hör dich lange um. Ich habe von Gitarren eines Gitarrenbauers Pozzi gehört die sensationell klingen sollen und ungefähr in deinem Preisvorstellungen liegen oder du siehst dich mal auf dem Gebrauchtmarkt um. Ich habe mal eine Gitarre von Edgar Mönch für 3500 DM bekommen und eine Weißgerber für 4500 DM die ich dann für ein vielfaches wieder verkaufen konnte.

tschau Aläx