Jugend Musiziert

lautenist
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Beitrag von lautenist » Mi 08.Feb 2006, 13:29

ich mein, es ist vollkommen korrekt, dass es in der barock musik kein creshendo oder sowas gab, sondern nur laut und leise,
Hallo David,

diese Aussage ist falsch. Es gibt historische Berichte, wonach dieses alte Vorurteil, in Renaissance udn Barock hätt ees eine Stufendynamik gegeben schlicht und einfach falsch ist.

Ansonsten gebe ich Dir recht.
Ich habe ja auch gesagt, dass Eure Berichte meine Vorurteile bezüglich JuMu widerlegt haben.

Ansonsten vielen Dank für Deinen Bericht. Ich war nie auf JuMu und habe nur später dann an solchen Wettbewerben teilgenommen, sie allerdings niemals so richtig ernst genommen (schande über mich :P ).

grüsst der Lautenist

Gast

Beitrag von Gast » Mi 08.Feb 2006, 22:38

hi lautenist!
wenn du es irgendwie schaffst, hör dir den landes wettbewerb gitarre an. da wo es bei dir am nächsten ist, in welchem bundesland lebst du?
ich glaub ich kann dir das nur empfehlen. allein da ist das niveau schon tierisch, vorallem in ländenr in NRW.
tu dir sonen wettbewerb mal an. das ist echt interessant (also zuhören mein ich jetzt!)

gruß
david!

Christopher
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Beitrag von Christopher » Do 16.Feb 2006, 17:19

Oh ja, das schöne, heißgeliebte JuMu :D
Habe diesbezüglich auch einige Erfahrungen.
@lautenist - Ich kann deine Skepsis bezüglich JuMu grundsätzlich verstehen - ich bin grundsätzlich in den meisten Gebieten ein Feind von Wettbewerben und zelebrierter Konkurrenz an sich - finde jedenfalls, dass das die Liebe für die Musik (oder für mich vielleicht später mal für die Wissenschaft) zurückdrängt zu Gunsten eines wertlosen Prestiges.
Andererseits eröffnen sich den Gewinnern auf Bundesebene geniale Möglichkeiten. Und irgendwie muss eben selektiert werden - zu Hause spielt jeder wunderschön, aber unter Druck (und genau das muss man können, wenn man Profi werden will) spielt nur noch perfekt, wer auch perfekt ist.
Man sollte solche Wettbewerbe eben nicht überbewerten. Ich habe selbst vor drei Jahren teilgenommen, zum ersten Mal überhaupt und zur letzten alterstechnischen Möglichkeit. Meine Gitarrenlehrerin musste mir seeehhhr gut und seeehr lange zureden, bis ich mich auf den (meiner damaligen und auch heute noch teilweisen Meinung nach) unnötigen Spaß einließ.
Wobei mein Engagement doch zu wünschen übrig ließ...ein halbes Jahr vorher anzufangen war doch etwas zu kurz angesichts des Programms - also ich spielte "Capricho arabe", Villa-Lobos´ "Choros No.1", Mudarras "Fantasia" (die ich als letzte zu üben anfing und dementsprechend im zweiten Teil versemmelte...) und das "Finale" von Ginasteras "Suite".
Die beiden letzteren musste ich komplett neu lernen...hatte insgesamt dann mit 22 Punkten noch relativ gut hingehauen. Ob´s mich betrübt hat, nicht weiterzukommen? Fehlanzeige. Wäre auch irgendwie eine Überbewertung der Veranstaltung - zumal ich für mich und von mir geliebte Menschen Musik mache - sonst für niemanden - da relativieren sich Wettbewerbe doch äußerst schnell.

Aber ich denke schon, dass einem Wettbewerbe was bringen, und zwar insofern, als man gezwungen ist, mal wirklich präzise zu spielen und gut zu üben. Das kennt vielleicht noch der ein oder andere - sobald man eine schöne Melodie hört, und ein Stück "schön" spielen kann, stört das eine oder andere gelegentliche Kratzen oder Surren nur noch peripher - trotzdem schadet es nichts, mal eine externe Motivation zu kriegen, auch dieses gezielt auszuschalten :wink:

aläx
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Beitrag von aläx » Do 16.Feb 2006, 23:59

Hallo Gitarisstengemeinde

ich habe mich ja in diesem Thread schon ein bisschen ausgelassen, aber da es um Erfahrungsberichte geht (ich hoffe nicht nur bei Ju Mu) in Sache Wettbewerbe kann ich vielleicht eine Sache dazu beitragen die zumindest für mich sehr lehrreich war.
Ich habe vor langer Zeit 1983 einen internationalen Gitarrenwettbewerb in Hof/ Bayern mitgemacht.
Der Gitarrenwettbewerb war das Highlight eines einwöchigen Lehrgangs und da waren auch Leute dabei die gerade als Sieger vom JuMu Bundeswettbewerb zurückgekehrt waren.
Lange Rede kurzer Sinn.
Leichtsinnigerweise habe ich mich auch auf Zureden des Kursleiters (das hast du ne Chance) zu dem Wettbewerb angemeldet.
Das Programm war nicht vorgeschrieben und man musste 20 Minuten frei spielen, ohne Vorgabe.
Die Konkurrenz aber hart.
Ich habe es trotzdem versucht und mir die Stücke Capriccio Arabe, Vals Nr. 3,Choro Saudade von Barrios und Torre bermeja von Albeniz herausgesucht.
Eigentlich war ich mit diesen Stücken zum Meisterkurs mit Robert Brightmore angereist aber als ich dann den Entschluss gefasst hatte mich mit diesen Stücken einer internationalen Jury zu stellen war mir klar, dass ich etwas tun musste!
Ich habe dann die ganze Woche geübt wie ein Blöder und am Wettkampftag war ich dann eigentlich auch gut drauf.
Ich sass mit meinen Mitbewerbern in dem Aufwärmeraum und man konnte hören wer da so spielt. Ich war der vierte an der Reihe und vor mir war der frisch gebackene JuMu Sieger dran. Der hatte dann auch noch eine Pianistin dabei mit der er sein Paradestück (Giulianikonzert) spielen durfte (fand ich sehr seltsam).
Kurz und gut. Perfekt!!
und nun kam ich

Ich kann sagen, das ich gut gespielt habe und aus welch Grund auch immer war ich nicht mal besonders nervös.

Als erstes habe ich Cariccio Arabe gespielt da ich das am besten konnte, bzw. mir da am sichersten war und mitten unter meinem Spiel merke ich, dass die Bühne wackelt (wie so ein Biertisch wo man dann einen Untersetzer nimmt).
Na ja ich habe dann natürlich ein bisschen gewackelt aber am schlimmsten waren die Nebengeräusche wegen der Bühne.
Während des Spiels habe ich immer mal wieder zur Jury geschaut und die haben das auch gemerkt, dass das nicht meine Schuld war.
Ich habe dann auch mein restliches Programm gespielt, allerdings mit einem leichten Unwohlsein wegen der Bühne. Das Teil wurde dann nach mir auch repariert.

Das Ende vom Lied

Ich wurde nicht in die Endrunde der besten drei gewählt und habe damit auch kein Problem weil jeder dieser drei Endrundenteilnehmer mindestens einen JuMu Wettbewerb auf Bundesebene gewonnen hatte und zwei davon bereits andere große Wetttbewerbe. Übrigens wurde mir dann auch von seiten der Wettkampleitung mitgeteilt, dass ich durchaus eine Chance gehabt hätte wenn ich nicht mit Jogginghose auf der Bühne erschienen wäre.
Da der Wettbewerb in dieser Phase unter Ausschlus der Öffentlichkeit stattfand hatte ich mir nichts dabei gedacht.

Zazit:
Ich bereue keine Sekunde und ich habe wohl noch nie so intensiv auf einen Wettbewerb geübt eben weil ich nur 5 Tage Zeit hatte. Ich brauche manchmal Druck und im Abschlußkonzert kam ich mit meinem Torre Bermeja am besten an.
Zumindest in der Lokalpresse

Ich möchte diese Erfahrung nicht missen

tschau Aläx

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Di 14.Mär 2006, 0:37

Tja Wettbewerbe is eine Wissenschaft für sich!
Und ganz gerecht wird sowas nie verlaufen!

Bin auch einmal gewaltig auf die Nase gefallen....Naja =)

Aber wenn man alles richtig macht, kann man eben auch 25 Punkte beim Bundeswettbewerb bekommen (Gitarrenquartett) ;-)

Felix Mendelsohn

Beitrag von Felix Mendelsohn » Di 14.Mär 2006, 20:23

Ich habe ebenfalls teilgenommen. Im Regionalwettbewerb bin ich mit 24 Punkten weitergekommen. Ich habe die Mozartvariationen von Sor, Recuerdos de la Alhambra und die Etüde Nr. 11 von Villa- Lobos gespielt. Ich hatte mich erst 2 Wochen vor dem Termin entschlossen mitzumachen. Ich bin ganz zufrieden. Für den Landeswettbewerb habe ich dann gar nicht mehr geübt und bin mit 21 Punkten bestraft worden. Naja...war okay.

StefanR.
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Beitrag von StefanR. » Mo 24.Apr 2006, 22:36

HI bin nue hier

Also wenn schon dennschon misch ich hier auch noch mit.

Bin 17 und werde in 4 Monaten 18 (schon)

Bin acuh bei Jugendmusizert dabei und habe im Regional ( Grünwald )
23 Punkte, beim Bayernweiten auch 23 Punkte
Altergruppe 5

Ich freu mich, dass ich auch noch paar junge Leute gefunden habe :)

Angefangen habe ich mit 12 bei meiner Mutter :D die hat mich gezwungen jeden tag 5 minuten ( zum ausgleich zum französisch lernen ) gezwungen
1 Jahr später habe ich die egitarren Musik entdeckt.
1 Jahr drauf bekam ich richtig guten Klassisch unterricht, hat mir zwar noch keinen Spass gemacht, aber ich hab schnell gelernt.
Also ich hab seid 3,5 Jahren Unterricht :D .

Das Stück La cathedral spiele ich auch ( nicht den 2ten Satz )
Komme in dem Tempo 80 nicht durch, wie andere hier im Forum ( respekt ), bekomm Ausdauerprobleme, da meine Hand nicht locker genug läuft.
mit 72 sollte es hinhaun :?
Ich überzeuge lieber im Klang...

Besonders guter Notenleser bin ich auf keinen fall.

Meine Gitarre ist eine Kirschner, von einem jungem Gitarrenbauer aus Mittenwald. Die Gitarre ist seine Nummer 2.
Er baut auf einem enorm hohem Level. Gruber und markla ( hoffe das stimmt so ) spielen diese auch bereits.

Wenn jemand ne neue klampfe sucht umbedingt vorbeigucken ( google: kirschner gitarren)
Wahrnsinnig gut!!! AUf dem level von Imai, die Preise sind NOCH niedrig.

Na dann :)