... bin manchmal doch ein wenig frustriert!

Steffen
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... bin manchmal doch ein wenig frustriert!

Beitrag von Steffen » Fr 10.Feb 2006, 18:41

Hallo Leute,
sagt mal wie macht ihr das eigentlich? Immer wieder les ich das es hier Leute gibt die so vor 5 Jahren mit der klass. Gitarre angefangen haben und momentan an Stücken wie Bach-Sonaten, Barrios, usw dran sind. Also Stücke, die ich hoffentlich in 10 Jahren mal spielen kann :roll:

Irgendwas mach ich glaub falsch - ich werd mal ein ernsthaftes Wort mit meiner Gitarrenlehrerin reden müßen :twisted: - ICH WILL B & B !!!!! (Bach und Barrios)

Ne, jetzt mal im ernst. Mich würde wirklich mal interssieren wie so in den letzten Jahren Eure musikalische Entwicklung war. Ich weiß, schwer zu beschreiben. Also, so wie ihr vorgegangen seid. Habt ihr Euch erst mal durch Etueden gekämpft oder seid ihr gleich an die großen Stücke gegangen?

Bei mir ist es so, daß ich eigentlich mit meiner Gitarrenlehrerin abgesprochen habe, daß wir lieber langsamer dabei aber recht intensiv arbeiten. Das heißt, daß wir z.B gerade die Sor-Mittelstufe-Etueden (Scheit) sowohl unter technischen wie aber auch musikalischen Gesichtspunkten sehr intensiv bearbeiten, nebenher aber immer wieder auch Stücke erarbeiten. So haben wir auch schon Stücke wie Bach - Präludium d-moll, Mertz: Tarantella, Nocturne, Molino (Sonate ?), usw. durchgenommen.
Aber irgendwie würde ich mich gerne mal wieder an eine richtige Herausforderung wagen, doch sie meint da sei ich noch nicht so weit.

Also, wie war das bei Euch? Bin echt mal gespannt auf Eure "klassischen Lebensläufe"

So, jetzt muß ich dann aber wieder üben :D also bis bald,

Steffen

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Fr 10.Feb 2006, 18:54

Hallo Steffen,

das einzige Rezept, das ich hierzu kenne, lautet (hast du dir sicher schon gedacht) üben, üben ...
Die Spielstärke eines Gitarristen resultiert sicher aus den Faktoren Talent, Fertigkeit, Routine, Fleiß und Motivation. Das erste hast du oder nicht, bzw. mehr oder weniger; es lässt sich auch nicht beeinflussen. Fertigkeit lässt sich mit Üben verbessern, ebenso Routine, wobei diese auch durch Hören geschult wird. Fleiß oder Ehrgeiz musst du selbst aufbringen; Motivation lässt sich in einer Gruppe (zB. unser Forum) oder einen anderen Lehrer steigern.

Ich glaube aber grundsätzlich nicht an zeitlich messbare Leistungsstufen. Wie wäre es, sich immer ein erreichbares Ziel zu setzen? Z.B. ein Stück von Barrios, such dir eins raus und bringe die Noten deiner Lehrerin, mit der Vorgabe, dies jetzt lernen zu wollen. Gerade wenn dies nicht sofort klappt und womöglich 10 Lehrerstunden in Folge erfordert, wird der Weg dorthin vielleicht mehr für deine weitere Entwicklung bringen als stures Durchspielen der Gitarreschulen (soll bitte nicht heißen, diese taugen nichts; ich setze aber auf den Faktor Motivation).

Gustaw

Octavarius
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Beitrag von Octavarius » Fr 10.Feb 2006, 21:02

Hallo Steffen!

Meiner Meinung nach, ist die Motivation letztlich mit am entscheidensten. Man kann Talent haben, aber trotzdem keine Lust... Ich selbst spiele seit 8 Jahren Gitarre. Früher, dh. bis Weihnachten 2005, spielte ich mehr E-Gitarre. Als Weihnachtsgeschenk bekam ich eine Konzertgitarre geschenkt, und seither stielt sie ihrer elektrischen Schwester mehr und mehr Zeit ;o) Der Antrieb, eine Konzertgitarre haben zu wollen, hing einfach damit zusammen, daß ich viel Musik unterschiedlicher Richtungen gehört habe und mich in bestimmte Lieder/Stücke verliebt habe. Dann wollte ich diese Stücke auf jeden Fall spielen können. Also was tun? Sich die Noten besorgen oder sich die CD's, LP's, und was es da noch so gibt anhören und evtl. auch transkribieren und dann einfach spielen. Gut, das mag bei E-Gitarre vielleicht leichter sein als bei klassischer Gitarre... das sei mal dahingestellt...
Ich habe zum Beispiel den Wunsch irgendwann einmal Asturias spielen zu können. Also schau ich in die Noten und fange erst einmal an zu spielen. Klar, das ich da schnell an irgendwelche Grenzen stoße. Zum Einen ist die Zupfhand zu langsam und die Greifhand kann kein Tremolo. Was tun? Genau diese Techniken versuchen zu erlernen. Evtl. mit Stücken, die mir auch gefallen, die aber nicht so schwer sind und trotzdem diese Technik abverlangen. Oder ich lerne diese Techniken mit "Fingerübungen" auf der Gitarre. Egal wie, Hauptsache ich habe daran Freude. Je mehr man spielt, umsomehr Routine kommt dazu. Mittlerweile klappen bei mir die Tremolo- und "tremoloähnlichen" Techniken besser und durch das Üben von anderen Stücken wird meine Zupfhand geschult. Was wiederum "Asturias" zu Gute kommt :o) Zumindest indirekt. Ich spiele nicht nur Gitarre, um dann mal irgendwann dieses eine Stück zu spielen. Aber das Stück war bei mir eben die am Anfang erwähnte Motivation. Mittlerweile gibts eine ganze Liste von Stücken, die ich gern spielen wollen würde. Gustaw ist zum Beispiel Schuld, daß ich Tárrega mag ;o) Einige seiner Kompositionen zumindest...
Fazit: Mike Stern hat mal so sinnbildlich gesagt: Spiele nicht, was Du kannst, sondern das, was Du noch nicht kannst. Das beschreibts ganz gut, finde ich.

viele Grüße... Octavarius

Bernhard
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Re: ... bin manchmal doch ein wenig frustriert!

Beitrag von Bernhard » Fr 10.Feb 2006, 22:04

Hi Steffen!

Ich bin 37 und habe mit ca. 14 Jahren meine erst Konzertgitarre bekommen. Meine Gitarrenschule (als Autodidakt), ich weiß nicht mehr genau den Titel (ich glaub "die neue Gitarrenschule"), war von Stephan & Rainer Schmidt, die war auf Akkorden und Zupfmustern erlernen aufgebaut. So konnte ich relativ früh Liedbegleitungen spielen, jedoch keine Noten. Dann hab ich parallel die Gitarrenschule 1 von Dieter Kreidler und "die Folkbluesgitarre" von Helmut Grahl durchgemacht, hab dann den Blues und Ragtime für mich gewonnen, einen Stahlsaiter gekauft, aber immer auch klassische Stücke gelernt. (die gab's immer im E-Gitarremagazin!! im Anhang).
Leider hab ich mich mit den Noten immer sehr schwer getan, lag und liegt wohl auch daran, das da fast immer die Tabulatur mit dabei ist.

Fazit: etwas unklassischer Lebenslauf..
Steffen hat geschrieben:Aber irgendwie würde ich mich gerne mal wieder an eine richtige Herausforderung wagen, doch sie meint da sei ich noch nicht so weit.
...das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Frage hab ich mir noch nicht gestellt.

Spiel doch einfach mal was hier ein, das du kannst, muss ja nicht gleich
CD tauglich sein! Die Resonanz der Mitglieder hilft dir sicher weiter!

vG Bernhard :D

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Fr 10.Feb 2006, 22:24

Hallo Steffen,

üben, üben, ... .
Aber ich mein auch, dass man Herausforderungen und Ziele braucht. Ich hab es eigentlich ähnlich wie Octaviarus gemacht, wobei Asturias auch eines meiner großen Ziele war. Es waren auch die gleichen Schwierigkeiten, auf die ich gestoßen bin. Was ist schon dabei, wenn man noch nicht so weit ist? Dann dauert es eben etwas länger bis man dieses Stück kann.
Solche Ziele sind auch ein großer Teil Motivation bei mir gewesen!
Octaviarus hat geschrieben:Mike Stern hat mal so sinnbildlich gesagt: Spiele nicht, was Du kannst, sondern das, was Du noch nicht kannst. Das beschreibts ganz gut, finde ich.
Ganz genau so sehe ich es auch.

Gruß
Zorolowski

Mallowny
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Beitrag von Mallowny » Fr 10.Feb 2006, 23:03

Hallo Steffen!

Ich habe erst vor etwas mehr als einem Jahr angefangen Gitarre zu spielen (Weihnachten 2004), und leider bis heute autodidaktisch - ich habe mich zwar an der Musikschule für Unterricht angemeldet, steh aber wohl noch auf der Warteliste...

Am Anfang habe ich ein paar kleine Stückchen gespielt, ich weiß jetzt nicht wie sie hießen, ist aber auch irrelevant. Letzten Herbst habe ich dann angefangen La Catedral von Barrios zu lernen. Zunächst den ersten Satz, in den Weihnachtsferien sind dann auch der zweite und dritte dazu gekommen. Vor allem am dritten Satz muss ich noch "etwas feilen", was noch ein wenig dauern kann - danach werde ich das ganze Stück einmal aufnehmen.

Seit wenigen Tagen spiele ich jetzt "Candombe en mi" von Maximo Diego Pujol, was prompt zu meinem aktuellen Lieblingsstück geworden ist. (So muss es sein :wink: )

Von Bach habe ich bis jetzt noch kein Stück gelernt, ich habe aber das Präludium BWV999 und das Tempo di Borea BWV 1002 mal angespielt und entschlossen beide zu lernen - aber ich kann ja nicht alles auf einmal...

Zwischendurch habe ich immer diverse Fingerübungen und Tonleitern gespielt, meistens zum Warmspielen.
Etüden habe ich bis jetzt weitgehend vermieden, da ich die meisten von Sor und co. persönlich nicht mag. Ich habe jetzt aber die Noten der Études Simples (Estudios sencillos) von Leo Brouwer bekommen, an die ich mich ranwagen werde, da sie mir zumindest musikalisch wesentlich mehr zusagen. 8)


Sodele, jetzt hab ich aber genug getextet. Erfahrenere Spieler an die Front!

lg
Mallowny

aläx
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Beitrag von aläx » Fr 10.Feb 2006, 23:14

Hallo Steffen

Ich glaube, dass man ab einer gewissen Spielstärke "streuen" kann, d.h. auf der einen Seite spielt man Etüden die eine technisch weiter bringen und das langsam und sorgfältig auf der anderen Seite schadet es meiner Meinung nach nicht sich ein Stück zu suchen, dass objektiv noch zu schwer ist.
Bei mir war und ist es noch so, dass ich Stücke höre und sie dann auch spielen möchte. Ich bin technisch schon ziemlich weit weil ich eben bereits seit 27 Jahren spiele.
Trotzdem gibt es immer noch Stücke die mich an den Rand des Wahnsinns treiben weil ich eben auch noch technische Probleme habe wie im Endeffekt alle Gitarristen.
Aber gerade das bringt mich weiter weil ich eben entweder die technischen Probleme in dem Stück löse oder aufgebe.
Früher musste ich öfter aufgeben weil es einfach zu schwer war, trotzdem habe ich daraus gelernt und wenn ich heute das ein oder andere Stück zur Hand nehme dass mir damals unspielbar erschienen ist geht das heute einwandfrei.
Ich rate zu einem Programm, das ausgewogen ist.
Meine ehemalige Duopartnerin die immerhin den Bundeswettbewerb bei JuMu gewonnen hat war sehr diszipliniert (im Gegensatz zu mir) und hatte ein Trainingsprogramm, das in etwa ein drittel technische Studien (ich glaube sie hat damals von Luise Walker "das tägliche Training und dann auch Carlevaro gemacht, dann ein Drittel Etüden, da empfehle ich dir ganz persönlich die Carcassi op.60 denn wenn du die alle gut spielst bist du schon ein gut ausgebildeter Gitarrist.
Die Etüden der Oberstufe wie Villa Lobos oder Legnani und teilweise auch Sor gehen teilweise schon in den Bereich der Vortragsstücke .
Das war dann auch das dritte Drittel ihres täglichen Pensums, nämlich das Einstudieren von Programmen bzw. Vortragsstücken. Sie hat auch immer ihre Technikübungen an die jeweiligen Vortragsstücke angepasst, z.B. bei Asturias war eben mehr die rechte Hand gefragt, bei la Cathedral eben mehr die linke Hand.
Wenn du gerne Barrios spielen möchtest dann nimm dir nicht gleich La Catedral oder Danza Paraquia vor denn das ist einfach sauschwer. Barrios hat auch etwas leichtere Sachen geschrieben und da empfehle ich dir eben auch, dass du dir ein Stück raussuchst und es deiner Lehrerin bringst und iher eben sagst, dass du das spielen möchtest.
Wie gesagt such dir kein für dich unspielbares sondern ein leichteres wie z.B. Medallon Antiguo oder auch eine seiner sehr schönen Etüden raus.
Das gleiche gilt auch für Bach. Das d-moll Präludium ist nicht so ein Hammer wie z.B die Lautensuiten.

Aber such dir auch mal einen Hammer und sieh mal wie weit du kommst. Das schult auch aber du darfst das nicht zu dem Mittelpunkt deines täglichen Übungsprogramms machen, denn sonst ist der Frust vorprogrammiert.

tschau Aläx

Steffen
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Beitrag von Steffen » Mo 13.Feb 2006, 11:56

Hallo Leute,

vielen Dank für Eure Antworten. die Resonanz ist schon mal eine Motivation für mich. Ich denke wirklich daß ich mir mal einfach eine "Herausforderung" suchen werde um daran zu arbeiten.

Im Sommer wird dann (hoffentlich) der Hausbau fertig sein, dann habe ich auch wieder etwas mehr Zeit zum üben. Wobei ich natürlich auch jetzt noch versuche täglich zu üben.

Also, ich ´halt Euch dann auf dem laufenden wießs so klappt.

Ach übrigens an denAdmin oder die Moderatoren (und alle Anderen) - ist eigentlich schon irgendwas für ein Forumstreffen vorgesehen - ich denke so was ist immer eine gute Motivation.

Viele Grüße,

Steffen

lucas
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Ich muss Zorolowski Recht geben ...

Beitrag von lucas » Mo 13.Feb 2006, 14:27

... Zeit spielt doch keine Rolle (wenn du nicht gerade Berufsmusiker bist).

Ich selbst spiele seit über 30 Jahren Gitarre und bin trotzdem bestimmt noch kein Meister. Warum nicht ? Weil das Gitarrespiel ein sehr schönes Hobby ist, das jedoch nie meine Familie, meine Freunde oder den Beruf in den Hintergrund drängen darf.

Mein Bruder ist jünger als ich und spielt sehr viel besser; weißt du warum ?

Er hat keine Kinder, denen er bei den Hausaufgaben oder beim Lernen ihrer eigenen Instrumente helfen muß ! Auch seine sozialen Aktivitäten spielen sich rund um das Musikmachen ab.

Das ist nicht negativ gemeint, ganz bestimmt nicht !

Aber wer den größten Teil seiner Freizeit dem Instrument widmen kann ist logischerweise schneller am Ziel als jemand der das nicht kann.

Ich selbst mache mir keinen Kopf darüber; vielmehr suche ich mir schöne Stücke heraus und arbeite an diesen solange bis es klappt. Du glaubst gar nicht wie viele schöne Melodien mit einfachem Fingersatz und entsprechend flacher Lernkurve auskommen.

Deshalb: Mach dich nicht verrückt; hab einfach Spaß am Gitarrespiel, egal wie lange du üben mußt. So wie ich dein Posting verstehe hast du den Willen zu lernen; und alleine das zählt !

Dietmar

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Beitrag von gothic3 » Do 23.Mär 2006, 22:38

Hallo Steffen,
Ich habe mit so kleinen Stücken angefangen, also Etudes, dann gings immer weiter nach oben. Also ich fin , dass Barrios und Bach die schwierigsten Komposition für Gitarre( nicht originell) geschrieben haben. Wenn man die spielen will, muss man schon ein hohes Niveau besitzen un d man braucht natürlcih ne Menge übung.

MFG
Max

Schnecke
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Beitrag von Schnecke » Fr 24.Mär 2006, 12:45

Hallo Steffen,

ich finde es toll, wie Lucas es geschrieben hat! Genau so ist es!

Was soll dieser ganze "Wettbewerb" - schwerer schwerer und noch schwerer. Jeder nach seiner Zeit und seinen persönlichen Fähigkeiten.

Ich finde es, wie Deine Gitarrenlehrerin, grundsätzlich richtig, erst mal die einfachen Dinge vernünftig zu können und sich dann an schwereres zu wagen. Dann hat man eine solide Grundlage.
Leider war das bei mir damals anders...

Mein Gitarrenlehrer hat mich damals ziemlich "gepuscht", :contrat:
da ich relativ schnell technisch schwierigere Dinge spielen konnte. So habe ich schon nach kurzer Zeit recht anspruchsvolle Stücke vorspielen müssen. Klar, die Leute staunten. :shock:

Aber das Eis war zu dünn! :( So musste ich so manche Blamage einstecken. Da konnte die "große Meisterin" ja noch nicht mal sauber vom Blatt spielen, oder mal ein Kinderlied begleiten. :oops: :oops: Vor allem auf Seminaren merkte ich, wieviele Lücken ich in anderen Bereichen hatte! und ich bin immer noch dabei, das nachzuholen.

Wenn Du unbedingt Bach und Barrios spielen möchtest, wirst Du dies auch schaffen. Mach Dich nicht verrückt, was andere ind kurzer Zeit spielen können: vielleicht haben die genau die Lücken...
Und schließlich: was Du bisher gelernt hast, das hast Du auf'm Kasten. :wink:

Gruß
Schnecke

Steffen
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Beitrag von Steffen » Fr 24.Mär 2006, 13:39

Hallo Leute,
viele dank für Eure zahlreichen Antworte. Keine sorge ... so frustiert bin ich auch wieder nicht :D ich bin eigentlich im großen und ganzen recht zufrieden wie es bei mir läuft. Mit meiner Lehrerin hatte ich von Anfang an vereinbart dass wir lieber etwas langsamer dazu gründlich arbeiten. Zudem kommt natütlich auch das Zeitproblem - Familie mit 2 kleinen Kinder, Beruf, Freunde, weitere Hobbys, Hausbau, ...

ich denke mal, die stücke die ich spiele kann ich recht sicher und denke mal auch so ziemlich zufriedenstellend. Zudem merke ich daß mir auch etwas anspruchsvollere Stücke wie zB das Präludium d-moll von Bach recht locker von der Hand gehen - ich denke das ist einfach das Ergebnis einer ordentlichen Vorarbeit. Wenn unser Hausbau fertig ist und ich vielleicht endlich mal meinen Oldtimer-PC erneuern kann möchte ich ein paar MP 3´s einstellen, bin auf Eure Meinung gespannt.

Ich denke eigentlich das es ein verbreitetes Problem ist, daß es einige Lehrer gibt die Ihre Schüler zu sehr "puschen" und zu schnell an die wirklich schweren Stücke rangehen. Zwischen spielen und spielen ist halt doch noch ein Unterschied. Ich finde nach wie vor ein leichteres oder mittelschweres Stück gut gespielt 10 x schöner anzuhören als einen durchgequälteten Bach oder Barrios dem keine Musik mitgegeben wurde.

Trotzdem habe ich natürlich so meine Ziele, die ich schon mal erreichen möchte. Also weiterhin viel Spaß und Motivation beim Spielen,

Gruß

Steffen :D

P.S.: Ich hoffe es kommt mal ein Forumstreffen zustande, so dass wir uns direkt austauschen können. Falls schon was in Planung ist beteilige ich mich gerne an der Organisation.

mambo

Beitrag von mambo » Fr 24.Mär 2006, 14:36

gelöscht
Zuletzt geändert von mambo am Di 28.Mär 2006, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.

Steffen
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Beitrag von Steffen » Fr 24.Mär 2006, 17:46

Hallo,

mir fällt gerade ein was ich Euch noch auf jeden fall sagen möchte - Eure Antworten haben mich auf jeden Fall ganz schön motiviert. Ich bin mir sicher dass ich eigentlich auf dem richtigen weg bin, werde mich aber einfach mal an eine "Herausforderung" wagen und mal sehn wie´s klappt.

Danke sagt

Steffen