Noten lesen

Musiktheorie, Notenkunde ... Sachkunde für Amateurgitarristen
Holle
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Noten lesen

Beitrag von Holle » Fr 07.Apr 2006, 19:36

O.K. - eigentlich konnte ich schon Noten lesen. Ich fand es allerdings trotzdem immer extrem anstrengend und habe mir sogar meistens darum immer nur kurze Stücke rausgesucht. Jetzt habe ich beschlossen, das zu ändern und dachte, das geht halt nur durch regelmäßig üben - also regelmäßig Noten lesen.
Meine persönliche Entdeckung: Das geht auch ohne Gitarre. Einfach Noten in der Hand und sich genau überlegen, welcher Finger wohin muss. Das kann man überall machen (hervorragend auch hinter dem Computer!) und es übt wirklich!

Eigentlich ist das wahrscheinlich eine Trivialität, aber für mich ist es die Entdeckung des Jahres.

jahro
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Beitrag von jahro » Fr 07.Apr 2006, 21:24

Hallo Holle,

bevor ich ein neues Stück angehe, mach ich es genau in der von dir beschriebenen Weise.

Ich setze mich hin und "lese" die Noten erst einmal durch.

Dann übrlege ich mir meinen Fingersatz (meist auch ohne Instrument)
und dann gehe ich langsam mit dem Instrument an das Stück heran.

Da ich auch lange Zeit ohne Noten gespielt habe, hat das am Anfang auch ziemlich Zeit in Anspruch genommen.

Inzwischen klappt das aber schon ganz gut.
Es ist eben Übungssache.
Aber der Lohn ist enorm.
Ich bin wirklich sehr froh darüber, inzwischen nur noch nach
Noten zu spielen.

Und gut gesetzte Gitarrennoten lesen sich wirklich
sehr einfach.
Reine Trockenübungen mach ich zwar sehr selten, sind aber wie du für dich entdeckt hast auch effektiv.

Gerade ama Anfang kannst du die Zeit mit Leseübungen sehr
gut nutzen.
Dies ist besser, als am Instrument das Stück von Anfang an durchzukämpfen.

Du wirst diese Arbeit nicht reuen.
Da bin ich mir ganz sicher.

Viel Erfolg wünscht dir
jahro

Daja
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Beitrag von Daja » Mo 10.Apr 2006, 9:24

Hallo Holle,

ich habe viele Jahre Klavierunterricht gehabt, ohne zu lernen, eine Melodie "trocken", also ohne Instrument, zu lesen. Natürlich kann ich jede Note mit Namen benennen und weiß, wo sie auf dem Instrument zu finden ist, aber mir die Melodie vom Blatt vor dem inneren Ohr vorzuspielen, gelingt mir (noch) nicht. Ich arbeite aber dran.

Ich hab mir für die meisten, üblichen Intervalle Lieder gemerkt, die genau damit anfangen. Damit versuche ich dann, mir die unbekannte Melodie zusammen zu stückeln. Das gelingt mir bisher aber mehr schlecht als recht. Immerhin erkenne ich so ziemlich schnell, ob ich die betreffende Melodie nicht doch schon mal gehört habe (dann ist es natürlich einfach :wink: ).

Viel Erfolg,

Daja
Das sagt mein Mann auch immer...

Benny
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Beitrag von Benny » Mo 10.Apr 2006, 13:00

Moin,

ich muss für mich feststellen, dass ich ohne Gitarre keine vernünftigen Fingersätze machen kann. Ich finde es viel einfacher, das Instrument dabei zu haben und dann auf dem Griffbrett zu sehen, was wirklich besser ist. Viele Fingersätze, die ich mir theoretisch überlegt habe, erwiesen sich beim Spielen als wenig sinnvoll, sodass ich mit der Gitarre wieder neue entwickeln musste.

Aber diese Frage überhaupt ist ja auch damit verbunden, wie man an ein Stück geht. Ich lege die Noten auf und spiele einfach drauf los. (natürlich nicht alles so weg :P ) Dabei sehe ich dann, was sich als schwierig bzw. einfach gestaltet, sodass ich dann diese Stellen speziell üben kann.

Gruß

Benny

Tobias
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Beitrag von Tobias » Sa 15.Apr 2006, 20:59

Hallo Holle,

wenn ich Noten sehe, könnte ich bestimmt auch einen Fingersatz dazu überlegen.
Nur mir fehlt es an der geistigen Umsetzung von Noten zu einer Melodie.
Deswegen muß ich immer gleich mit der Gitarre ran, um zu hören, ob mir das Stück überhaupt gefallen wird, bevor ich mir da Mühe mit Fingersätze usw. mache.
Wenn ich allerdings ein Stück von der Melodie her kenne, überflieg ich die Noten nach möglichen schwierigen Stellen, und probiere diesen Teil erst auf der Gitarre. Außer bei kurzen Stücken (bis 3 Seiten), die spiele ich gleich durch und stocke halt bei schwierig(er)en Stellen.
Gruß Tobias
Gitarre: Paulino Bernabe - Estudio E-6
Die Sprache der Musik kennt keine Grenzen.