Wieviel Zeit investiert Ihr in die Musik?

Musiktheorie, Notenkunde ... Sachkunde für Amateurgitarristen
Spacetoon
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Wieviel Zeit investiert Ihr in die Musik?

Beitrag von Spacetoon » Do 03.Nov 2005, 20:46

Hallo Leute, :P

Zorolowski hat eine Interessante Frage gestellt :

Wieviel Zeit investiert Ihr in die Musik?

Also ich fange mal kurz an.

Bis vor meinen Unfall (Sehne am linken Daumen gerissen), spielte ich in der Regel zwischen 4 und 6 Stunden am Tag.

Mittlerweile musste ich es stark reduzieren, weil's noch weh tut. Momentan spiele ich maximal 1 Stunde am Tag mit viele notwendige Unterbrechungen
Aber so kann ich etwas länger im Forum bleiben und es gefällt mir auch ganz gut.

Ich habe Hoffnung wieder wie früher zu spielen, es ist aber eine Frage der Zeit und das Heilungsprozess.

Gruss,

Steph
Gitarre : Yamaha CG-90 MA

mark
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Beitrag von mark » Fr 04.Nov 2005, 8:18

Hallo Spacetoon!
Ich habe gelesen, dass Andres Segovia fast unmenschlich viel Zeit mit seiner Gitarre verbracht hat. Selbst im hohen Greisenalter übte er 6 bis 8 Stunden am Tag (höre Dir seine Aufnahmen an, um die Früchte seiner Arbeit zu sehen).
Ich persönlich bin gezwungen, mir meinen Lebensunterhalt durch arbeit zu verdienen, also habe ich täglich etwa nur 2 bis 2.5 Stunden Zeit. Ich meine allerdings, dass die Intensität der Übungszeit wichtiger ist, als die Länge. Ich suche mir immer 3 Stücke aus, die ich übe, also bleibt für jedes etwa 45 Minuten Zeit. Ich suche mir immer zwei leichtere bis mittelschwere und ein komplexeres Stück aus (ich finde, dass immer nur schwierige Stücke zu lernen sehr frustrierend sein kann, da der Erfolg nur langsam kommt.
Vor etwa einer Woche bin ich mit der "Serenata Espanola" von Malats fertig geworden (dieses war das "schwierige" Stück). Ich habe etwa 3 Wochen gebraucht, um es wirklich sorgfältig zu lernen. Nebenbei habe ich etwa 3 kleinere Stücke gelernt.
Gestern habe ich an Tanz Nr. 5 von Granados gearbeitet (schwer), sowie die "Sons" von Pernambuco und "Endecha" von Tarrega geübt (die leichteren Stücke).
Ich finde, das selbst fortgeschrittene Gitarristen auch kleinere, technisch weniger anspruchsvolle Stücke studieren sollten. Und ganz nebenbei: einen wirklich guten Gitarristen erkennt man daran, wie er EINEN Ton Spielen kann (hört euch Ry Cooders "Paris Texas" an, wenn ihr ein Beispiel hierfür hören möchtet).

coolman
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Beitrag von coolman » Fr 04.Nov 2005, 9:36

Hallo Steph!

Da auch ich meinen Lebensunterhalt leider (böse Zungen behaupten "Gott sei Dank" ;-) ) nicht mit der Gitarre verdienen kann und auch zwei Kinder habe, die meine Aufmerksamkeit benötigen spiele ich so im Schnitt nur ca. 1,5h pro Tag. Aber die genieße ich :guitare:

Ich werd' die Daumen halten, dass es bei dir auch bald wieder länger geht!

LG
coolman
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jam
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Beitrag von jam » Fr 04.Nov 2005, 11:35

Hallo Zusammen

Ich bin neu hier und spiele schon seit 3 Jahren Gitarre (zuerst elektrische, da ich aber eher klassische Musik höre stieg ich um).

Man kann ja auch ohne zu spielen Zeit in die Musik investieren. Ich höre beispielsweise gerne Musik (das kann man ja immer und überall mit ipod oder so) und versuche Strukturen rauszuhören. Das bringt mir auch sehr viel, ist gewissermassen fast anstrengender als zu üben.
Natürlich übe ich auch. unter der Woche z.t. nur 0.5-1 Stunde, da mir die Zeit fehlt. Dafür am Wochenende bis zu 5 Stunden.

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Fr 04.Nov 2005, 17:10

Hallo,

der Grund, warum ich in der Regel auch 'nur' 1,5 Stunden spiele, ist der Gleiche wie bei Coolman und Mark:mir kommt auch immer die Arbeit dazwischen. Außerdem bekoch ich in der Regel meine Familie abends noch.
Aber groß motivieren muß ich mich auch nicht. Die Zeit genieße ich auch.

Gruß
Zorolowski

Steph, ich hoffe auch, dass es bei Dir schnell wieder bergauf geht!

Spacetoon
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Beitrag von Spacetoon » Fr 04.Nov 2005, 19:58

Hallo Zorolowski,

Danke für deine Besserungswünsche, es geht aber Berg auf ! :wink: 8)

Gruss,

Steph
Gitarre : Yamaha CG-90 MA

cornwallfan
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Beitrag von cornwallfan » Sa 05.Nov 2005, 23:58

Hallo Freunde,

ach, wenn doch die Verpflichtung zur regelmäßigen beruflichen Betätigung nicht wäre....ich komme die Woche über auf täglich 1,5 Stunden, am Wochenende eher etwas länger, über den Tag verteilt. Auf alle Fälle: zu wenig!
Im Gegensatz zu früheren Rockmusik-Zeiten bemühe ich mich allerdings, die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll einzuteilen, und intensiv an den jeweiligen Stücken zu arbeiten. Einfach so rumimprovisieren mach ich nicht mehr so oft wie früher.
Jams Ansicht (hallo jam, Gruß ersmal!) kann ich voll teilen. Ich bin im Jahr ca. 50TKm im Auto unterwegs, und da ist mir mein CD-Player der liebste Begleiter: ich habe mir nämlich von den Herren Segovia und Williams die Stücke einspielen lassen, die ich gerade übe und irgendwann im Rentenalter auch mal spielen können möchte, und das erleichtert mir das Einstudieren enorm.
(Ich habe allerdings auch eine recht hohe Frustrationsschwelle... 8) )
Viele Grüße aus Haan,
Andreas

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Gitarren: Yamaha GC-31 C u. Ariana 6512

wiesiek350940
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Beitrag von wiesiek350940 » Do 10.Nov 2005, 2:13

Hi Alle,

ich probiere es irgendwie so hinzubekommen , dass ich jeden tag ca. 1 St. spiele. Klappt nicht immer. Da es sehr oft knapp mit der Zeit ist konzentrier ich mich daran , dass ich am efektivsten die Zeit die ich habe ausnutze. Also konzentration und sehr, sehr bewustess Üben mit dem Metronom.

Gruß,
Wieslaw

Petra
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Beitrag von Petra » Fr 11.Nov 2005, 11:00

Moin Moin, ich bin ja neu hier und lese mich so pö a pö durch.
Ist es nicht so das es weniger auf die Stunden, sondern vielmehr auf die Regelmässigkeit ankommt :?:
Ich übe regelmässig fast jeden Tag (Samstag meistens nicht)
Und dabei kommt es immer auf meine Kondition an. Mal sind es 2 Std. und dann mal wieder nur 30 Min.
Mir persönlich bringt es nichts auf Teufel komm raus weiter zu spielen wenn ich mich nicht mehr voll konzentrieren kann. Dann höre ich lieber auf und mache später weiter oder am nächsten Tag!
So halte ich es jedenfalls :)
Grüßli Petra :D

Mallowny
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Beitrag von Mallowny » Fr 11.Nov 2005, 16:46

Hallo

Also ich denke auch nicht, dass es jetzt nur auf die Länge ankommt. Ich spiele jeden Tag so lange ich Spass habe - und das ist meistens viel zu lange. :mrgreen:
Ich bin dabei in der (un-?)glücklichen Situation die Gitarre einen Handgriff vom Schreibtisch entfernt stehen zu haben, sodass ich immer abwechselnd spielen und mein Gewissen durch Hausaufgaben etc. entlasten kann... :wink:
Aber wie gesagt: Ich habe Spass dadurch.

Basti72
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Viel zu selten

Beitrag von Basti72 » Mo 14.Nov 2005, 13:45

Bin ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Nach dem Arbeiten bleibt nicht mehr viel Zeit zum üben. Ich versuche immer eine Stunde pro Tag zu spielen. Das geht aber leider nicht immer. Wenn die Zeit so knapp ist, muss man eben ziemlich konzentriert zu Werke gehen. Deshalb übe ich meistens mit Metronom ein gewisses Programm:
- 20 minuten Technik
- 20 Minuten eine Etüde
- 20 Minuten ein für mich schwieriges Stück.

Wenn die Konzentration nachlässt höre ich dann auch lieber auf und vertage es auf den nächsten Tag.

Gruss

Basti

Gitarero
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Beitrag von Gitarero » Mo 14.Nov 2005, 16:18

Hallo Leute,
ich bin zum Glück noch Schüler und hab somit mehr Zeit zu üben als das ich es wirklich tue.. Ich versuche allerdings jeden Tag an die 2 Stunden zu üben, oft muss ich dann eine Pause einlegen, weil meine rechte Hand anfängt zu schmerzen oder ich überhaupt überall Schmerzen, besonders am Hintern, habe. Wenn ich übe sieht es so aus, ich spiele mich erstmal so eine halbe Stunde ein, das heißt leichtere Stücke, Etüden oder andere Sachen die ich schon viel geübt habe und die mir deshalb gut in der Hand liegen. In der restlichen Zeit spiele ich dann die Sachen an denen ich gerade arbeite, das sind meistens 2-3 Stücke im mittleren Schwierigkeitsgrad. Dann spiele ich jedes Stück so ne halbe Stunde, gehe schwierige Passagen durch oder arbeite an der Interpretation, möglichst konzentriert. Mein Problem beim Üben ist, dass ich oft abgelenkt bin und über irgendwelche anderen Sachen nachdenke, während ich spiele, also nicht wirklich sehr konzentriert spiele, was sehr schlecht ist.. Ich würde gerne wissen wie es da bei euch so ist, denkt ihr, wenn ihr übt wirklich nur an die Musik oder seid ihr auch oft abgelenkt? Ich denke das es einer der wichtigsten Punkte beim Üben ist, sehr konzentriert zu sein und gut zu hören, um seinen Ton verbessern zu können oder musikalische Finnessen sinnvoll einzubauen... Sonst denke ich das ich mehr Skalen, oder überhaupt technische Übungen spielen sollte, doch dafür kann ich mich echt nicht aufraffen, auch wenn sich das aufs Spiel gut auswirken würde..
Naja genug der Rede, haltet ihr technische Übungen für sehr wichtig beim Üben? Mein Lehrer schon, doch er hat es aufgegeben mir welche mitzugeben, da er weiß das ich sie eh nicht spiele :lol:

In diesem Sinne, Grüße, Gitarero

Stimmung
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Beitrag von Stimmung » Di 22.Nov 2005, 14:58

Ich habe eine verschobenen Handwurzelknochen in der rechten Hand, ich übe jeden Tag 5 Stunden,
aber immer mit Pausen, da ich Probleme mit der Hand habe. Es tut nicht wirklich weh.
Leider ist dieses Handicap irreparabel.

lautenist
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Beitrag von lautenist » Di 22.Nov 2005, 15:27

Stimmung hat geschrieben:Ich habe eine verschobenen Handwurzelknochen in der rechten Hand, ich übe jeden Tag 5 Stunden,
aber immer mit Pausen, da ich Probleme mit der Hand habe. Es tut nicht wirklich weh.
Leider ist dieses Handicap irreparabel.
Ist schon scheisse, was?
Ich hatte vor Jahren einen Unfall und da waren dann Sehne und Nerv vom linken Zeigefinger durch. Das wird auch nie wieder und leider tut's auch ab und an weh. Es hat Jahre gedauert, bis ich wieder halbwegs auf dem Stand war, den ich vorher hatte und ist sicher ein Grund, warum mir heute "leichtere" Spannungen besser liegen.
hast Du es mal mit einer abweichenden (zum Beispiel Lauten-) Technik versucht? Vielleicht auch mal andere Saiten?

Beste Grüsse vom
Lautenist

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Mi 23.Nov 2005, 1:46

Hallo Stimmung,
das ist na nicht besonders lustig.
Wieso übst du 5 Stunden? Mein 'Meister' macht zwar 8 Stunden, aber er lebt davon.
Gustaw