Neue Gitarre

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Claus
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Neue Gitarre

Beitrag von Claus » Fr 03.Mär 2006, 18:32

Nachdem mich meine Gitarre jetzt fast 30 Jahre begleitet hat ist es an der Zeit geworden, nach einer neuen Ausschau zu halten.

Da ich keinerlei (oder kaum) Ahnung habe, was es am Markt gibt habe ich kurz ein paar generelle Anforderungen zusammengeschrieben.

Die Gitarre soll nicht mehr als max. €500.- bis €600.- kosten und sollte vorzugsweise eine Konzert- bzw. Flamenco-Gitarre sein (ohne Tonabnehmer, ...). Ich spiele auch nur mit Nylonsaiten. Nachdem ich relativ kleine Hände habe, sollte das Griffbrett auch nicht zu breit sein (zumindest keine Überbreite).

Toll wäre es natürlich, wenn ich die Gitarre irgendwo im Großraum Graz vor dem Kauf auch probespielen könnte - ich fahre jedoch auch gerne mal nach Niederösterreich oder Wien.

Hab ein wenig im Internet gesucht und bin durch all die Marken wie Höfner, Alhambra, Ortega, Prudencio Saez, Raimundo, ... ziemlich verwirrt. Und das Yamaha auch Gitarren herstellt habe ich überhaupt nicht gewusst ;-)

Vielleicht kann mir jemand eine Gitarre empfehlen - oder zumindest Tipps geben. Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Konzert- und einer Flamenco-Gitarre?

Bin schon sehr gespannt auf eure Antworten ...

Claus

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Fr 03.Mär 2006, 22:27

Hallo Claus,

eine ganze Menge von deinen Fragen ist schon hier diskutiert worden:
viewtopic.php?t=549

Zu dem Unterschied Konzert- bzw Flamencogitarre kann ich sagen, dass bei einer Flamencogitarre die Zargen und der Boden aus Zypressenholz sind, während bei der Konzertgitarre in der Regel Palisander verwendet wird.

Gruß
Zorolowski

jahro
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Beitrag von jahro » Fr 03.Mär 2006, 22:50

Hallo Claus,

ich kann dir nur empfehlen probier die Instrumente aus.

Eine Ortega aus den ganz günstigen Sektor (für Reisen)
hatt ich mir im Dezember gekauft (Ortega R131 Preis ca. 180 €)

Im Januar hab ich die Gitarre wieder in den Laden zurückgebracht.
Ich könnte mich mit der Gitarre einfach nicht anfreunden.
Ich hatte damals trotz meiner eigenen Ratschläge :oops:, nur kurz
darauf gespielt und sie dann mitgenommen.

Ich habe die Gitarre dann gegen eine Ortega M5 umgetauscht (ich musste nochmal ca. 300 € drauftlegen). Der Unterschied ist aber deutlich.

Wobei die M5 eigendlich wesetlich teurer ist (Liste 725 €).

Diese Gitarre ist nun wirklich in Ordnung.
Da ich noch einen Cuenca und eine Amalio Burguet habe, welche etwas teurer waren, habe ich den Vergleich.

Also testen, testen, testen.

Was anderes kann ich dir nicht empfehlen.
Spiele jeden (aber auch wirklich jeden) Ton auf der Gitarre mehrmals an.
Achte darauf, dass kein Ton schnarrt, oder komisch klingt.

Du willst ja eine lange Zeit mit dem Instrument Freude haben.
Also investiere die Zeit,
Es lohnt sich und macht Spass.


Yamaha baut übrigens tolle Gitarren (frage mal Cornwallfan)

Rate mal warum die in Ihrem Symbol drei Stimmgabeln haben und nicht drei Motorräder :D .

Viele Grüsse
jahro

Claus
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Beitrag von Claus » Mo 06.Mär 2006, 11:22

Herzlichen Dank für die ersten Hinweise (und das Verschieben in das korrekte Forum).

Ich war am Samstag in einem Musikgeschäft (eigentlich als Unterstützung bei einem Keyboard-Kauf) und hab mir ein wenig die Gitarren angesehen. Ein Großteil hatte leider Tonabnehmer und kam daher nicht in Frage - die auswahl bei den klasssichen Gitarren beschränkte sich eigentlich auf Ortega.

Meine jetzige (und erste) Gitarre ist eine Alhambra aus dem Jahr 1976 und mir gefiel (und gefällt eigentlich noch immer) die Bassbetonung bei dieser Gitarre. Leider steht keine genaue Typenbezeichnung in der Gitarre selbst.

Ihr habt natürlich recht - Ausprobieren und Spielen ist ganz wichtig. Ich wollte auch keine Kaufempfehlung sondern eher ein paar Tipps.

So wie 'Gitarren der Marke X haben ehen den Klang und betonen die Höhen' etc.

Ich werde mal schauen, ob ich wo eine aktuelle Alhambra probespielen kann - der Klang gefällt mir sehr gut. Gibt es vergleichbare Gitarren?

Nochmals Danke!

Claus

Claus
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Beitrag von Claus » Mo 06.Mär 2006, 11:27

Jahro,

du erwähnst in deiner Antwort Ortega und Cuenca und so, wie ich dich verstehe, klingt die Ortega besser (obwohl preislich günstiger?). Könntest du das - rein subjektiv - kurz beschreiben?

Danke!
Claus

jahro
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Beitrag von jahro » Mo 06.Mär 2006, 12:17

Hallo Claus,

das ist eine wirklich schwierige Frage.
Rein vom Gefühl klingt für mich meine Cuenca am besten.

Die habe ich aber auch schon ein paar Jahre.
Ich habe die so um 1995 gekauft (ca. 1000 DM)

Du kannst Dir die Cuenca an meinem Bourre bzw. Lagrima-Beispiel anhören.
Ich glaube, dass ich Greensleeves mit der Burguet aufgenommen habe.
Die Ortega hat eine Fichtendecke (ich habe bis dato noch nie Fichte gespielt).

Für den Preis ist die wirklich gut. Aber wie gesagt es ist meine
Reissegitarre bzw. für sonstiges Anlässe, da ich die Cuenca und die Burguet nicht mit in den Urlaub nehmen möchte.


Hier mal die technischen Daten der Gitarren:

Cuenca 60P
Decke: Zeder massiv
Boden: Palisander
Zarge: Palisander
Hals: Zeder
Griffbrett: Ebenholz
Steg Palisander

Ortega M5 Meistergitarre
Decke Fichte massiv
Boden und Zargen: Mahagoni massiv
Hals: Zeder
Griffbrett und Steg: Ebenholz
Mechaniken: vergoldet
Finish: Hochglanz

Amalio Burguet El Mediterraneo Luna Modell
Decke: massive Zeder
Boden & Zargen: massives Palisander
Griffbrett: Ebenholz
Mensurlänge: 650 mm
Halsbreite am Sattel: 50 mm
verg. Mechaniken

Wie Du siehst, habe ich zwei Gitarren mit einer Zederndecke
Und die Ortega hat ein Fichtendecke.
Sie klingt dadurch ganz anders.
Für Bach usw. würde ich immer den Ton der Cuenca bevorzugen.

Zum Thema Tonhölzer hat Anna Nyma ein paar herrliche Links gepostet.

Ich hatte in letzter Zeit auch ein paar günstige Yamaha-Gitarren in der
Hand (zwischen 300 - 500 €).
Die waren wirklich nicht schlecht.
Also ausprobieren muss schon sein.

Von den ganz günstigen Ortega (Schüler-Instrumente) war ich von
der Verarbeitung nicht so überzeugt.
Steg war bei einigen nicht hundertprozentig verarbeitet.
Deshalb genau anschauen.

Ich hoffe dies hilft dir weiter

Viele Grüsse
jahro

Claus
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Beitrag von Claus » Mi 15.Mär 2006, 12:18

So,

nachdem ich alle Geschäfte durch bin und zig Gitarren ausprobiert habe, sind eigentlich nur mehr zwei Gitarren übrig geblieben - eine Cuenca und eine Hanika.

Nachdem ich immer wieder zur Hanika griff und mir diese schon beim ersten Anspielen sehr gut gefallen hat (auch von der Optik) habe ich heute zugeschlagen und bin ab sofort stolzer Besitzer einer Hanika 54PF (inklusive originalem Gitarrenkoffer).

Ich habe mir auch gleich ein Set Gitarrensaiten dazu gekauft - D'Addario Pro Arte Composites (Normal Tension) - die wollte ich schon immer ausprobieren.

Leider musste ich zur Arbeit - am liebsten hätte ich gleich ausgiebig zum Spielen beginnen können. So habe ich nur ein paar Minuten Zeit gehabt - bin aber ganz begeistert.

Danke für die ganzen Tipps - wenn ich mich an meine neue Gitarre gewöhnt habe werde ich versuchen, mal auch was aufzunehmen.

cornwallfan
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Beitrag von cornwallfan » Mi 15.Mär 2006, 13:10

Hallo Claus,

na dann mal Herzlichen Glückwunsch zu der "Neuen".
Mit der Marke hast du sicher einen guten Griff getan, und ich hoffe, du wirst viele Jahre Freude an dem Instrument haben :guitare:
Kleiner Tipp: wenn du dich auf der Hanika-Homepage als Hanika-User registrieren läßt, gibts ein kleines, aber feines Willkommensgeschenk von Hanika, - sechsteilig und aufgerollt.... :wink:
Viele Grüße aus Haan,
Andreas

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Gitarren: Yamaha GC-31 C u. Ariana 6512