Schäden im Lack

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joschi
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Schäden im Lack

Beitrag von joschi » Mo 27.Mär 2006, 1:28

Hallo,

bei mir ist am Hals meiner Gitarre der Lack abgesplittert, und das ist beim spielen sehr nervig. Jetzt wollte ich mal fragen, ob mir jemand von euch sagen kann ob ich das selber irgend wie reparieren, oder an wenn ich mich wenden kann, um das reparieren zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Joschi

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Mo 27.Mär 2006, 10:23

Nimmst einfach Schmirgelpapier....ganz feines natürlich, z.b. Micro Mesh und schmirgelst den restlichden Lack so runter, dass wieder glatt ist. Dann nimmst du die feineren Stufen des Schmirgelpapiers (so bis ca 6000 oder 8000) und pollierst ihn.

So hab ich neulich bei meiner Gitarre den Schelllack am Hals runter gemacht. Is wesentlich angenehmer zu spielen!

Mein Gitarrenbauer hat gesagt, dass ich es so machen soll.

Gruß von mir
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- Nicolaus Wollf - Fichte - Sandwich

es335
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Beitrag von es335 » Mo 27.Mär 2006, 10:31

Hallo Joschi,

ich würde dir raten, einen Instrumentenbauer aufzusuchen. Denn dann kannst du auch sicher sein, daß ein Fachmann dafür Sorge trägt, daß sich alter und neuer Lack "vertragen" und sooo teuer ist das in der Regel nicht.

Theoretisch kann man das zwar auch selber machen, aber dann muß man zuerst den richtigen Lack durch Ausprobieren an einer unkritischen Stelle des Halses herausfinden und dannach wird die abgesplitterten Stelle über mehrmaliges lackieren/schleifen>lackieren/schleifen... auf die Dicke der alten Lackschicht gebracht und abschließend (hand-)poliert, damit man möglichst keinen Unterschied spürt. :roll:

...laß das wirklich besser von einem Fachmann machen :wink:

Gruß es335

PS: @Benjamin
Mein Gitarrenbauer hat gesagt, dass ich es so machen soll.
Da bin ich schon etwas erstaunt. Ich stimme zu, daß sich ein unlackierter Hals eindeutig besser anfühlt. Aber den kann man dann natürlich auch nur durch Schleifen von Schmutz, Schweiß usw. befreien und aufpolieren! Auch wenn das bei einem dunklen Konzertgitarrenhals nicht so auffällt, wie bei einem hellem Strathals aus Ahornholz, ist soetwas in regelmäßigen Abständen notwendig, wenn die Lack-(Schutz-)Schicht fehlt. :wink:
Sakurai-Kohno PR-JS
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joschi
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Beitrag von joschi » Mo 27.Mär 2006, 19:26

Hallo,

danke für eure Tipps :okok: , aber leider bin ich jetzt aber nicht schlauer als vorher :?: . Was soll ich jetzt machen, beides hört sich nicht schlecht an, aber die Gitarre war echt teuer( Akusstic Takamine) und ich möchte echt nix versauen! Kennt jemand von euch vielleicht einen Gitarrenbauer im Raum Ulm oder im Allgäu?

Grüsse

Joschi

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Mo 27.Mär 2006, 19:39

kannst ja mal nen foto reinstellen, wie es aussieht.

Wenn du zum Gitarrenbauer gehst, kann er ihn auch nur abschmirgeln mit Schmirgelpapier...
Ob man dann nochmal drüber lackieren muss, hängt natürlich davon ab, wieviel Lack noch drauf ist. Lackieren wprd ich net selber!!!!

Wie gesagt, ich mag Gitarren mit wenig Lack am Hals lieber und habs gemacht. Und meine Gitarre war mit großer Sicherheit nicht billiger als deine ;-)
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es335
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Beitrag von es335 » Mo 27.Mär 2006, 20:30

Hi Benjamin,

ein bischen anders macht man das schon. Hängt aber letztlich vom Schaden selber ab. Ist der kleinflächig, baut man die Stelle mit mehreren Lackschichten und Zwischenschleifen so auf, daß wieder eine glatte Oberfläche entsteht. Ist die Schadenstelle "groß" oder das Holz sogar mit beschädigt, dann muß man großflächiger "freischleifen", bevor man mit Neulackieren beginnen kann.

So gut ich deine Vorliebe für wenig oder am besten keinen Lack am Hals verstehe (in den Anfängen der Strat "Bausätze" hatte ich mir mal eine Rockinger mit "ohne Lack" am Ahornhals gebaut und das hatte wirklich was! :roll: ) darfst du nicht vergessen, daß joschi's Takamine komplett lackiert ist. Wenn du da nur einen Teil von "freilegst", nimmt die Gitarre dort vermehrt Feuchtigkeit auf und das kann Folgen haben.

Deine Gitarre scheint eine Schellackpolitur zu besitzen, bei der das Risiko nicht besteht, da diese offenporig ist und eh in regelmäßigen Abständen erneuert bzw. ausgebessert werden muß, weil die sich an stark beanspruchten Stellen so abnutzt, daß du auf "nacktem Holz" spielst. :wink:

:bye:
Gruß es335
Sakurai-Kohno PR-JS
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Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Mo 27.Mär 2006, 21:26

Dann hör mal lieber nicht auf mich :oops:
Ich weiß nur, dass das an meiner Gitarre richtig war...gut sie hat Schelllack...
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joschi
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Beitrag von joschi » Mi 29.Mär 2006, 15:29

Hallo,

OK ich machs nicht selber, das ist jetzt klar, aber jetzt brauch aber einen guten Gitarrenbauer in meiner Nähe ( Raum Ulm, aber auch Allgäu). Kennt den jemand einen , wo ich meine Klampfe hinbringen kann?
Bin neu in der Gegend und hab noch nicht mal einen guten Musikladen entdeckt wo ich fragen könnte. Hoffe drauf das ihr mir weiterhelfen könnt :aide:!!!!!!!!

Grüsse

Joschi