Schon mal " -Gefächertes Griffbrett" - gesehen: Sandén

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Gustaw
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Schon mal " -Gefächertes Griffbrett" - gesehen: Sandén

Beitrag von Gustaw » Fr 28.Okt 2005, 19:50

Hallo Gemeinde,
hier habe ich ein interessantes Modell gesehen:
die Sandén VRB-F mit dem 'Fanned Fretboard' sowie einem zusätzlichen Schallloch in der Zarge http://www.celticsounds.de/sanden.htm
Die Idee hierbei ist, dass die geometrische Stellung der Finger berücksichtigt wird (ja genau, sie spreizen sich fächerförmig und nicht parallel wie die Anordnung der Bünde im klassischen Modell). Es dürfte also leichter fallen, Griffe sauber aufzusetzen als 'normal', wobei ich fürchte man wird nicht mehr 'normal' spielen können, wenn man sich darauf einlässt. Was meint Ihr?
Gustaw

steem
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Beitrag von steem » Fr 28.Okt 2005, 23:28

Das is ja krass :shock:
Muss man bestimmt aufwendig berechnen damit die Mensur und Intonation noch stimmt. Ich weiß nich ob man damit leichter spielen kann, also Bareegriffe in höheren Lagen stelle ich mir etwas umständlich vor.

Sowas ähnliches gibt es auch bei Klavieren, also ich habs mal bei einem Flügel gesehen. Da war die Klaviatur geschwungen angeordnet, und nich grade, aber wirklich gut konnte ich darauf nicht spielen. Ich glaube das klappt nur in der Theorie irgendwie ;)
Versuche es nie mit Gewalt, nimm einfach einen größeren Hammer :)

cornwallfan
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Beitrag von cornwallfan » Fr 28.Okt 2005, 23:52

Also nee, Gustaw, - geh´mir weg mit dem neumodischen Kram :wink:

Mir reichen schon die Probleme mit hundertprozentig parallelen
Bundstäbchen. Mehr kann (und will) ich mir nicht zumuten 8)

Das einzig moderne, was ich meinen Gitarren letztens zugemutet habe, war die absolut fantastische Gitano-Gitarrenstütze (statt Fußbänkchen), aber das ist ja nun ein ganz anderes Thema.....
Viele Grüße aus Haan,
Andreas

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Gitarren: Yamaha GC-31 C u. Ariana 6512

Spacetoon
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Beitrag von Spacetoon » Fr 28.Okt 2005, 23:59

Das ist ja interessant, danke Gustaw!

Aber an dieser Gittare stört mich das Loch. Es ist bestimmt sehr gut um den Klang zu verbessern, aber mir gefällt das nicht so gut.

Geschmacksache, würde ich mal sagen.

Steph
Gitarre : Yamaha CG-90 MA

coolman
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Beitrag von coolman » Sa 29.Okt 2005, 19:10

Hallo Gustaw!

Das Ding schaut ja echt cool aus, aber ich fürchte nachdem ich jetzt schon Schwierigkeiten hab' die Finger weit genug zu spreizen, ist das wohl nicht das Wahre für mich. :?

Ich bleib lieber bei meiner alten "Klampfe" :elec:

LG
coolman
Der Schnee, den du in Flocken siehst
dir später durch die Socken fließt! (Karl Farkas)

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Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Sa 29.Okt 2005, 19:30

Hallo zusammen,
na ja zugegebenermaßen ist dieses Konzept nicht normal - ich würde es selber ja auch nicht wollen. Zumindest ausprobieren würde ich es schon.
Das Loch übrigens könnte einen praktischen Zweck erfüllen: Getränk einstellen - Durstlöscher für zwischendurch :wink:
Es grüßt: Gustaw

Basti72
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Beitrag von Basti72 » Di 08.Nov 2005, 20:37

Huiiiii,

das ist ja krass! Stell ich mir aber auch ziemlich kniffelig zum spielen vor, ausprobieren würde ich es aber schon mal ... :lol:

Gruss

Basti

roppatz

Beitrag von roppatz » Di 08.Nov 2005, 22:18

hehe :D
gibbet bestimmt nich sooft sowatt ;)
ich find es sieht sehr stylisch aus, macht sich auf der bühne bestimmt gut ;)

zorolowski
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Beitrag von zorolowski » Di 08.Nov 2005, 22:26

Optik ist die eine Sache. Aber vielleicht ist die vom Klang her der Brüller.
Würd ich gern mal drauf spielen.

Gruß
Zorolowski

telefon
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Beitrag von telefon » Do 10.Nov 2005, 10:01

hallo,

na sind das nicht alles westerngitarren? :roll:
wenns so ist, hab ich als klassik-gitarrist schonmal das erste problem. scheidet für mich also völlig aus. ansonsten kann ich nur sagen: nicht schön, aber selten. :shock:

viele grüße

telefon

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Do 10.Nov 2005, 18:55

Das 'gefächerte Griffbrett' könnte für jedes Gitarrenmodell ausgeführt werden, nicht nur für die Acoustic-Picker-Country-Western- und was noch alles Fraktion. Der Witz ist die Anpassung der Griffbretts an die anatomisch bedingte Fingerhaltung; dies dürfte vor allem den Klein-Fingern unter uns von Vorteil sein.
Man müsste es halt mal ausprobieren. Gustaw.

Joachim
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Beitrag von Joachim » Mi 04.Jan 2006, 8:58

Hallo Gustaw,

ein weiterer Vorteil dieses Griffbrettes ist, dass die Basssaiten dadurch eine längere Mensur erhalten und somit auch ein klanglicher Vorteil zu erwarten ist.
Kreul in Erlbach verwendet dieses gefächerte Griffbrett auch für mehrsaitige Instrumente (8 Saiten). Hier ist der Einfluss der längeren Mensur auf die Basssaiten natürlich noch größer.

Ich habe selbst auf diesem Instrument nicht gespielt, mir aber sagen lassen, dass die Umstellung sehr einfach sei.
Gruss
Joachim