Doppelte Decke, Sandwich-Decke

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udo
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Doppelte Decke, Sandwich-Decke

Beitrag von udo » Di 03.Jan 2006, 11:09

Grüß euch,

ich bin auf der langen und mühsamen Suche nach einem neuen Instrument. In diesem Zusammenhang habe ich von Gitarren gelesen, die doppelte Decken, oder Sandwich Decken haben. Gibt es da Erfahrungen in diesem Forum ( Lautstärke, Klang etc.). Der Gitarrenbauer Hr. Teryks baut auch nach diesem Prinzip, auch soll es japanische Instrumente geben, die solch eine Konstruktion besitzen?
Freue mich über Info.

Udo

roppatz

Beitrag von roppatz » Di 03.Jan 2006, 12:39

tach udo!
willkommen hier im forum, wie ich sehe ist das dein erster eintrag.
wenn du meine nur ach so tolle geschichte zu meiner neuen gitarre gelesen hättest, hättest du auch einen kurzen abschnitt darüber gelesen ;).
Also ich war bei viertmann in köln und hab gitarren ausprobiert. unteranderem auch eine japanische mit dieser doppelten decke. es ist leider schon etwas länger her, dass ich auf dieser gitarre gespielt habe, aber was ganz klar ist, ist dass diese gitarren einen extrem lauten sound haben. ich habe die in einem der hinteren räume in diesem laden gepielt, und man hat die vorne an der theke angeblich immer noch gehört. also was die lautstärke angeht, sind diese instrumente wirklich extrem laut.
ansonsten gilt einfach ausprobieren....
viel spass dabei :)

gruß roppatz

lautenist
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Beitrag von lautenist » Di 03.Jan 2006, 16:06

roppatz hat geschrieben: also was die lautstärke angeht, sind diese instrumente wirklich extrem laut.
ansonsten gilt einfach ausprobieren....
Hi Roppatz!

Ich finde aber, dass die wenig "Klangcharakter" haben. Die projezieren gut und offenbar sehr direkt, aber mir gefällt der Klang nicht. ich habe die im direkten Vergleich mit einer in "klassischer" Konstruktion gebauten Klampfe gespielt gehabt und war eher unterwältigt :)

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ausprobieren!
Der Gitarrenbauer aus Eppstein (Taunus) mit dem schönen Namen Rainer Krempel (ob die Eltern wussten, was sie taten?) baut auch solche Instrumente - soweit ich das mitbekommen habe zu einem relativ zivilen Preis. Anfragen lohnt sich evtl., weil der Junge bald in Pension gehen will (leider hat der keine Webseite und das olle Telefonbuch müsste für eine Kontaktaufnahme bemüht werden).

Beste Grüsse vom
Lautenist

coolman
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Beitrag von coolman » Sa 07.Jan 2006, 20:31

Hallo udo!

Ich glaube, wenn du nicht rein akkustisch einen ganzen Saal füllen willst, dann reicht eine "herkömmliche" Gitarre allemal aus. Die meisten der breühmten Gitarristen verwenden keine Doppeldecke. Anscheinend hat unser weiser Lautenist recht und die Dinger sind zwar laut, haben aber keinen Charakter! Daher empfehle auch ich dir eine "normale" Gitarre, aber welche, daß mußt du selber vom Klang her entscheiden!

Von den "bekannten" Eigenschaften her sind zB. Ramirez 1A (vor ca. 1995),Hauser,Burguet, Bernabe..... zu empfehlen. Ich denke bei den bekannten Namen kannst du auf eine Bank setzen (außer Ramirez, die sollen seit dem Tod des letzten wirklichen Gitarrenbauers abgebaut haben). Aber wie auch immer spiele soviel wie möglich zum Testen bevor du dich entscheidest.
Ev. hast du auch einen Lehrer der dich beraten kann. Immerhin ist es eine große Investition und soll auch für einige Jahre vorhalten!!!

@lautenist!
lautenist hat geschrieben: ich habe die im direkten Vergleich mit einer in "klassischer" Konstruktion gebauten Klampfe gespielt gehabt und war eher unterwältigt :)
;-) der ist wirklich gut "unterwältigt", das ist herrliches Deutsch!
Wann können wir dich endlich auf Gitarre hören? :mp3svp:

lg
coolman 8)
Der Schnee, den du in Flocken siehst
dir später durch die Socken fließt! (Karl Farkas)

Gepäckträger, tun sie diese Koffer auf die leichte Schulter nehmen! (Kurt Tucholsky)

lautenist
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Beitrag von lautenist » Sa 07.Jan 2006, 21:55

coolman hat geschrieben: ;-) der ist wirklich gut "unterwältigt", das ist herrliches Deutsch!
Wann können wir dich endlich auf Gitarre hören?

lg
coolman 8)
Also coolman 8) , falls Du mich meinen solltest - ich habe mich ja schon an einem Mertz versucht. Der kommt aber sicher nochmal - ich habe beschlossen, etwas in Aufnahmeequipment zu investieren, weil wenn ich meine Aufnahmen hier so höre, dann finde ich das doch gelinde gesagt, schade :oops: , was da an Klangquali rüberkommt ...

Euer Lautenist

coolman
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Beitrag von coolman » Sa 07.Jan 2006, 21:58

Hallo Lautenist!
lautenist hat geschrieben:
coolman hat geschrieben: ;-) der ist wirklich gut "unterwältigt", das ist herrliches Deutsch!
Wann können wir dich endlich auf Gitarre hören?

lg
coolman 8)
Also coolman 8) , falls Du mich meinen solltest - ich habe mich ja schon an einem Mertz versucht. Der kommt aber sicher nochmal - ich habe beschlossen, etwas in Aufnahmeequipment zu investieren, weil wenn ich meine Aufnahmen hier so höre, dann finde ich das doch gelinde gesagt, schade :oops: , was da an Klangquali rüberkommt ...

Euer Lautenist
Natürlich warst du gemeint ;-)

Wir alle möchten endlich hören, wie du die Gitarre spielst!

lg
coolman 8)
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lautenist
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Beitrag von lautenist » Sa 07.Jan 2006, 22:43

coolman hat geschrieben: Wir alle möchten endlich hören, wie du die Gitarre spielst!
Kommt bald - dann hoffentlich in Zoromäßiger Qualität. Noch bin ich etwas frustriert vom Sound, der so aus dem Compi rauskommt :evil:
Habe eben etwas bestellt :P

Beste Grüße vom
Lautenist

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Mo 13.Mär 2006, 23:40

Super geil! Ich spiel eine von Nicolaus Wollf. Bin absolut begeistert davon. Sehr schöner Klang, von leise bis sau laut. Man hat einfach viel mehr Möglichkeiten =)
Gitarren:
- Hanika 59 PF
- Nicolaus Wollf - Fichte - Sandwich

tcm
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Beitrag von tcm » Mi 15.Mär 2006, 23:23

Hallo,

ich habe eine Fichte mit Sandwichdecke ca. 2 Jahre gespielt. Am Anfang war ich total begeistert von meiner Gitarre, sie war extrem laut und hatte einen kräftigen Bass. Leider ließ die Begeisterung nach einiger Zeit auch wieder nach, der Sound der Gitarre begann mich zu nerven. Ich vergleiche es mal mit jeden Tag "Nudeln mit Sahnesauce" essen, das ist zwar toll, nervt jedoch auch bald.

Seit einem halben Jahr habe ich wieder eine "normale" und leisere Gitarre und bin wieder sehr zufrieden.

Joachim
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Beitrag von Joachim » Do 16.Mär 2006, 13:06

Hallo,

da diese Bauweise mit Sandwichdecke noch nicht so lange breitere Verbreitung findet, vermute ich, dass da noch ziemlich viel Entwicklungspotenzial steckt...
Lasst uns mal hören, was für Sandwichdecken in 10 Jahren produziert werden.
Gruss
Joachim

MongoMan
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Beitrag von MongoMan » Mi 29.Mär 2006, 13:41

wurde denn schon mal eine 50/50 Decke probiert?
Also die untere Hälfte Zeder und die obere Fichte.

tcm
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Beitrag von tcm » Mi 29.Mär 2006, 21:56

Sehr gute Frage, die mich auch brennend interessiert.

Mit geht es so: ich liebe die Basssaiten einer Zedergitarre. Gleichzeitig kann ich mich einfach nicht an den Sound der Diskantsaiten gewöhnen. Ich hätte gerne eine Zwittergitarre, mit "Zedern-Bass" und "Fichten-Höhen".

Hast Du einen ähnlichen Grund für Deine Frage ?