versch. Saitenspannungen Kombinieren

Fragen, Tips und Anregungen darüber, womit wir Gitarristen den Ton angeben
simon82
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versch. Saitenspannungen Kombinieren

Beitrag von simon82 » Mi 15.Mär 2006, 19:40

Hallo Spezialisten,
Macht es eigentlich Sinn verschiedene Saitenspannungen zu kombinieren?

Also, mein konkretes Problem: Abzugsbindungen auf der hohen e-Saite sind ein spieltechnisches Problem meinerseits, was daran liegt, dass die dünne Saite -wenn der abziehende Finger die hohe Saitenspannung überwunden hat- zurückschellt und einen eher spitzen dünnen Klang erzeugt. (Sorry, kompliziert :lol: )

Könnte man nicht für die e-Saite low tension verwenden? Würd das was bringen?
Gibts nicht geht nicht

tcm
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Beitrag von tcm » Mi 15.Mär 2006, 23:14

Hallo,

ich keine viele Leute die unterschiedliche Saitenspannungen miteinander kombinieren. Oft wird bei den Diskantsaiten eine schwächere G-Saite mit stärkerer H- und E-Saite kombiniert. Grund: bei Hightension Saiten ist die G-Saite sehr dick und "unbeweglich".

Bei den Bassaiten ist es mir weniger bekannt.

Da die Melodie überwiegend auf der hohen E-Saite liegt, würde ich von Deiner Idee mit der Low-Tension E-Saite eher abraten.


Gruß

TCM

es335
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Beitrag von es335 » Mi 15.Mär 2006, 23:44

Hallo Simon,

es gibt sogar Saitenhersteller, die so etwas regulär anbieten. Die Savarez Corum Allianze gibt es z.B. in der Kombination Diskant - normal Tension und Bässe - high Tension regulär zu kaufen. Wurde mir von meinem Händler sogar wärmstens empfohlen.

Also so ganz abwegig ist dein Gedanke nicht. Probier es doch einfach mal aus. Von den meisten Saitenhersteller kann man Diskant und Bässe getrennt kaufen!

Gruß es335
Sakurai-Kohno PR-JS
Alhambra 10c

lautenist
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Re: versch. Saitenspannungen Kombinieren

Beitrag von lautenist » Do 16.Mär 2006, 16:32

Hallo Simon82,

über den Sinn, verschiedene Saitenspannungen (wobei Du wohl meinst, Saiten aus unterschiedlichen Sätzen - die Saitenspannung ist auch innerhalb der Sätze unterschiedlich) zu kombinieren kann man sich sicher trefflich streiten. Ich weiss, dass es oft gemacht wird, kann aber keine Vorteile ausmachen.

Auf der R-Laute habe ich auf der Chantarelle etwa 3,5 kg, auf dem 2. und 3. Chor etwa 2,9 und auf den restlichen Chören etwa 2,7 kg Saitenzug, benutze aber Saiten des gleichen Herstellers, damit die Rübe nicht unausgewogen klingt.

Ein technisches Problem wie Deines (einen vernünftigen Abzug hinzubekommen) über die Saitenspannung von nur einer Saite lösen zu wollen finde ich nicht empfehlenswert. Was machst Du, wenn ein Abzug auf der 2.Saite gefordert wird? Und bist Du Dir sicher, dass Dein Problem ursächlich mit der Saitenspannung zu tun hat und nicht bewegungsphysiologischer Natur ist?
Ich vermute ja letzteres und dann hilft nur üben und evtl. technischer Rat (den Du hier sicherlich finden wirst).

Viele Grüsse sendet der
Lautenist

Brink
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Beitrag von Brink » Do 16.Mär 2006, 20:21

Hi Simon!

So wie ich deine Problembeschreibung verstanden hab hatte ich wohl das gleiche Problem. Nebenbei hatte ich noch das Problem, dass die Finger i,m und a durch eine zu geringe Spannung der Basssaiten durch Abrutschen einen schlechten Klang erzeugt haben. Daraufhin habe ich genau auf die von es335 beschriebenen Saiten gewechselt: Savarez Corum Alliance (rot). Haben ihr Design geändert. Kann sein, dass sie jetzt nicht mehr rot heissen!?!
Bass high und Diskant medium. Seitdem sind beide Probleme behoben und nebenbei find ich die Saiten auch noch irre gut!

Grüsse, Jan
Antonio Raya Ferrer No.26, Bj. 2000, Granada