Apoyando oder Tirando?

Greifen, Anschlag, Haltung und Methoden ... das Klassenzimmer sozusagen
guitar-pupil
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Apoyando oder Tirando?

Beitrag von guitar-pupil » Do 08.Dez 2005, 22:41

Ich übe momentan sehr an meiner Technik. Ein Thema davon interessiert mich besonders. Wann setzt mann Apyando ein?
Was ich weiß setzt man Apoyando bei Tonleitern und Melodiebögen ein.
Was mich bei meinen Spiel auch noch verungewissert ist, wenn ich Apoyando spiele bewegen sich meine Finger vom Grundgelenk aus. Das soll aber nicht sein, oder? Sie sollen sie doch vom Mittelhandknochen bewegen. Bei Flamenco-Spieler sehe ich, dass sie Apoyando aus dem Grundgelenk spielen. Jedoch bei Klassik-Gitarristen (z.B. Segovia) vom Mittelhandknochen. Hier bemerkt mann fast gar nicht das er Apoyando spielt.
Bitte um eure Meinungen!

Gustaw
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Beitrag von Gustaw » Fr 09.Dez 2005, 0:24

Hallo Toby,

bitte erwarte dir hier kein Universalrezept zum unfallfreien Nachkochen. Die angefragten Begriffe sind m.E. Stilelemente für die Interpretation.
Apoyando: angelegter Anschlag, dh. deutlicher Klang, Abdämpfung der angelegten Saite (je nachdem ob Daumen/Finger anschlägt > obere/untere Saite wird abgedämpft). Tirando: das Gegenteil, freier Anschlag, klingt luftiger, harfiger ... die benachbarten Saiten klingen durch.
Soweit alles was ich sagen kann. Für Flamenco: null Ahnung. Kann ein Spezialist bitte hier beistehen und Toby dies erklären?

Gustaw :kap:
PS: man beachte das 'W' das bestimmt kein 'V' sein will ...

telefon
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Beitrag von telefon » Fr 09.Dez 2005, 15:48

Wann setzt mann Apyando ein?
du kannst apoyando spielen, um bestimmte töne hervorzuheben. das stück kann dadurch an ausdruck gewinnen. allerdings muss man dazu sehr schnell zwischen den beiden anschlagtechniken wechseln können. das ist warscheinlich auch der grund, weshalb Segovias apoyando anschlagtechnik sich etwas dem tirando angepasst hat.