Technische Übungen - Tonleitern

Greifen, Anschlag, Haltung und Methoden ... das Klassenzimmer sozusagen
stefan
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Beitrag von stefan » Sa 24.Dez 2005, 16:25

Hallo Steffen!

Mein Gitarrenlehrer sagte immer Tonleitern muss man nicht üben sondern spielen! Nach seiner Meinung sollte man das Metronom laufen lassen seine Tonleiter üben und erst wenn man nebenbei ein Buch lesen kann dann beherrscht man es!...

Joachim38
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Beitrag von Joachim38 » Mo 09.Jan 2006, 22:25

Zum Thema Tonleitern:

ich bin kein "reiner" Kassik-Gitarrist, wenn ich das mal so sagen darf,
sondern auch im Jazz zu hause.Hier ist Skalentraining tägliches
Brot. Aber auch Chromatische Übungen mache ich gerne als warm up.
Dann gehe ich an die Bearbeitung der Stücke.
Ab und zu auch eine Etüde,aber
stures Etüden-durchspielen ist nicht mein Ding.(jeden Tag 20 Stück!)

aläx
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Beitrag von aläx » Do 19.Jan 2006, 0:05

Hallo Steffen

Ich hatte mal eine Phase in der ich die technischen Studien von Tarrega (im Prinzip Tonleiterübungen mit einigen Variationen)gemacht habe. Ich habe mir damals immer 3 vorgenommen und die dann solange gespielt bis ich mein tempo erreicht habe. Ich hatte damals viel Zeit und im Endeffekt hat es mich auch weitergebracht. Aber heute würde ich das nicht mehr empfehlen. Es kostet zuviel Zeit und ist doch ziemlich frustrierend.
Heute übe ich Tonleitern nur auf der E-Gitarre und vor allem zur Improvisation.
Das Üben von Tonleitern schult in erster Linie die Kenntnisse des Grifbretts und nebenbei kann man die Koordination rechte-linke Hand unter verschiedensten Aspekten üben.
Ich habe aber später vorgezogen mich auf eine der beiden Hände zu konzentrieren, d.h. wenn ich eine Übung für die rechte Hand brauche dann sollte die linke wenig bis gar nichts zu tun haben und bei Übungen der linken Hand ist es ähnlich.
Ich gehe die Probleme jetzt isoliert an denn wenn ich Tonleitern spiele dann muss ich auf die rechte und die linke achten und dann habe ich zuviele Probleme auf einmal.

tschau Aläx

Tobias
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Beitrag von Tobias » Do 19.Jan 2006, 0:55

Hallo Steffen,

das ist nun echt kein altes Thema, das aufgewärmt wird. Das ist ein Dauerthema - betrifft die meisten ja auch täglich. Ich nehme zum Aufwärmen, aber nur wenn die Saiten nicht zum Einüben eines Stückes umgestimmt werden mußten, drei Übungen, welche mir meine Gitarrenlehrerin "mit auf den Weg gegeben hat". Das erste ist eine Tonleiterübung in G-Dur beginnend in der 2. Lage mit G, auf der A-Saite rutscht man in die 7. Lage und auf der e-Saite in die 12. Lage. Mit 1/4-Noten 2 Anschläge pro Ton anfangen, dann im selben Tempo Triolen, dann 1/8-Noten - also rauf und runter natürlich, und zuletzt mit dem Tempo der 1/8-Noten pro Note ein Anschlag dreimal rauf und runter. Dannach fühle ich mich immer fit für "alles".
Als Aufschlagübung nehme ich die Etüde 10 von Carcassi, und als Tremoloübung die Etüde 2 von Carcassi.
Ansonsten spiele ich keine Etüden, ich übe auch keine neuen ein. Zum Einüben gibt es sooo viele schöne andere Gitarrenstücke. :D

Gruß Tobias
Gruß Tobias
Gitarre: Paulino Bernabe - Estudio E-6
Die Sprache der Musik kennt keine Grenzen.